Covid-19-Newsticker

Live-Updates zum Coronavirus

In unserem Live-Ticker berichten wir über die wichtigsten Corona-Meldungen für die Klinikszene.

Ansteckungsgefahr im Pausenraum
© ©Werner Krueper Fotografie

Ansteckungsgefahr im Pausenraum

Die meisten Klinikmitarbeiter stecken sich bei ihren Kollegen und außerhalb ihres Arbeitsplatzes mit Covid-19 an. Das berichtete die Direktorin des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin an der Berliner Charité, Petra Gastmeier, auf dem virtuellen Nationalen Qualitätskongress Gesundheit. "Man beobachtet dann, dass sie sich während des Kontakts zu den Patienten gut schützen, im Pausenraum aber nicht. Wir haben deshalb an der Charité die Pausenräume größer ge­macht und auf eine geringere Belegung geachtet, um diesen Übertragungsweg zu stoppen", zitiert das Ärzteblatt Gastmeier in einem Artikel

Reinhardt plädiert für Gesundheitsreserve

Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), unterstützt die Pläne der Bundesregierung für eine Bevorratung mit wichtigen Materialien für künftige Pandemien, wie Schutzausrüstung, Beatmungsgeräte und Arzneimittel. Diese Gesundheitsreserve sei eine wesentliche Lehre, die aus der aktuellen Pandemie gezogen werden müsse, so Reinhardt in der ARD-Tagesschau vom 30. November. Auch im Hinblick auf die Corona-Impfung zeigt sich der Präsident optimistisch und ist überzeugt davon, dass sie Entlastung schaffen könnte. Es befänden sich mehr Impfzentren im Aufbau, als zunächst geplant. Hinzu kämen mobile Teams um etwa Bewohner aus Altenheimen zu impfen. Ob mit der Impfung auch Kontaktsperren und andere Beschränkungen aufgehoben werden könnten, hänge vom weiteren Infektionsgeschehen hab, heißt es in einer Mitteilung der BÄK.

 

Corona-Impfung: Spahn zeigt Zuversicht

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erklärte im Deutschlandfunk, dass im Januar die ersten Risikogruppen und Pflegebeschäftigten geimpft sein sollen. Das berichtet die Tagesschau. Bereits mehrere Corona-Impfstoffe sind auf dem Weg zur Zulassung, Biontech beantragte heute die EU-Zulassung für den Impfstoffkandidaten. Auch US-Pharmakonzern Moderna beantragte die Zulassung. Bereits ab Mitte Dezember sollen die Impfzentren in den Bundesländern einsatzbereit sein. Spahn kündigte zudem an, dass die Impfung ab dem Frühsommer auch in Arztpraxen möglich sein soll. Trotzdem warnen Experten vor Sorglosigkeit, da die Infektionszahlen weiterhin hoch sind. Auch die Situation auf den Intensivstationen spitzt sich zu. Deutschlandweit sind pro Krankenhaus laut Arbeitskreis Intensivmedizin der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) im Schnitt nur noch drei Intensivbetten frei.

Biontech beantragt EU-Zulassung

Biontech und Pfizer haben eine Marktzulassung für ihren mRNA-Impfstoffkandidaten BNT162b2 gegen Covid-19 bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA eingereicht. Nach Angaben der Tagesschau wird die EMA am 11. Dezember eine öffentliche Anhörung zum Zulassungsantrag der Unternehmen abhalten, das Ergebnis der Prüfung soll bis zum 29. Dezember vorliegen. Der Impfstoff unterliege den üblichen Qualitäts-, Sicherheits- und Wirksamkeitsstandards der EMA, teilt Biontech in einer Meldung mit. Falls die EMA zu dem Entschluss kommt, dass die Vorteile des Impfstoffkandidaten überwiegen, werde die Behörde die Erteilung einer bedingten Marktzulassung empfehlen. Dies könne den Einsatz von BNT162b2 bereits vor Jahresende in Europa ermöglichen, heißt es weiter. 

Studie aus München begleitet Corona-Patienten mit Hybrid-Smartwatch

Die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) führt eine Studie durch, um während der Corona-Pandemie die Krankenhausbetten so lange wie möglich frei zu halten. Dabei kommt eine Hybrid Smartwatch von Withings zum Einsatz, die EKG und Sauerstoffsättigung misst. Ziel ist es, die Notwendigkeit und den optimalen Zeitpunkt für einen Krankenhausaufenthalt zu ermitteln. Die Studie läuft bereits seit September mit Covid-19-Patienten zwischen 40 und 60 Jahren, die sich in häuslicher Quarantäne befinden und zur Risikogruppe zählen. Wearables würden die Chance bieten, Krankheitsbilder frühzeitig zu erkennen. Auch wenn sie keinen Arztbesuch ersetzen werden, würden sie als präventives Hilfsmittel beziehungsweise Frühwarnsystem zukünftig eine wichtige Rolle im Gesundheitswesen einnehmen, sagt Withings-CEO Mathieu Letombe. Erste Ergebnisse der Studie werden im kommenden März erwartet. 

Bund will Nationale Gesundheitsreserve an 19 Standorten

Als Konsequenz aus der Corona-Krise will der Bund an 19 Standorten in Deutschland eine Nationale Gesundheitsreserve mit wichtigem Material wie Schutzmasken aufbauen. Das berichtet die FAZ. 

Kritik an Corona-Analyse

Eine Analyse im Auftrag der Bertelsmann Stiftung, der Robert-Bosch-Stiftung und der Krankenkasse Barmer sorgt für Wirbel. Die Schlussfolgerungen der Autoren aus der Corona-Krise seien falsch, kritisieren VKD und VLK. Zudem stützten sich die Autoren auf falsche Daten.

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München Klinik fordert Solidarität

Angesichts zahlreicher Covid-19-Patienten fordert der Geschäftsführer der München Klinik, Axel Fischer, andere Häuser auf, sich ebenfalls an der Versorgung zu beteiligen. Um Patienten und Mitarbeiter nicht zu gefährden, "brauchen wir die große Solidarität aller Krankenhäuser", zitiert ihn die Süddeutsche Zeitung. Auch Oberbürgermeister Dieter Reiter fordert eine "gemeinsame Kraftanstrengung aller Kliniken". Die Covid-Versorgung dürfe nicht nur Aufgabe der großen Notfallversorger sein.

München Klinik fordert Solidarität
© München Klinik

Diese Kliniken bekommen Unterstützung aus dem Rettungsschirm

Der GKV-Spitzenverband hat die Liste der Kliniken veröffentlicht, die im G-BA-Modell die Stufe zwei und drei für stationäre Notfallversorgung erreichen – und damit berechtigt sind, Freihaltepauschalen aus dem Rettungsschirm zu erhalten.

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Diese Kliniken bekommen Unterstützung aus dem Rettungsschirm
© ©Werner Krueper

Kliniken gegen Lockerungen

In der Debatte um die weitere Corona-Krisenbewältigung warnt die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) vor einer Lockerung der derzeitigen Regelungen. "Beschränkungen werden bis ins Jahr 2021 notwendig sein, erst eine Impfung wird für spürbare Entspannung sorgen", sagt DKG-Präsident Gerald Gaß. "Die Kapazitäten der Krankenhäuser dürfen nicht ausgereizt werden. Denn noch im Laufe des Dezembers werden wir voraussichtlich 5.000 bis 6.000 Intensivpatienten haben“, heißt es in einer Pressemitteilung. Zwar bestehe derzeit nicht das Risiko einer absoluten Überlastung, aber in bestimmten Regionen und an einzelnen Standorten seien die Kapazitäten bereits ausgeschöpft. Gaß fordert zudem, den Ländern mehr Entscheidungsspielraum für die Zuweisung von Freihaltepauschalen an die Kliniken zuzugestehen, um eine zu starke Konzentration von Covid-Patienten in einzelnen Standorten zu vermeiden.

Kliniken gegen Lockerungen
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Mehr Intensivbetten als ausgebildete Intensivpflegekräfte

In Deutschlands Krankenhäuser gibt es weniger Intensivpflegekräfte als Intensivbetten: Wie die Augsburger Allgemeine vorrechnet, stehen während der Corona-Pandemie lediglich rund 25.000 vollausgebildete Intensivpflegefachkräfte zur Verfügung. Die Zeitung stützt sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Kordula Schulz-Asche. Im Schnitt sei das bei knapp 28.000 Intensivbetten weniger als eine Fachkraft pro Bett. Bei 24 Stunden-Betreuung an sieben Tagen die Woche käme bei Vollbelegung im Schnitt eine Vollzeitkraft auf fünf Intensivbetten, doch schon jetzt arbeitet das Personal an der Belastungsgrenze, rechnet das Blatt vor.

Mehr Intensivbetten als ausgebildete Intensivpflegekräfte
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