Covid-19-Newsticker

Live-Updates zum Coronavirus

In unserem Live-Ticker berichten wir über die wichtigsten Corona-Meldungen für die Klinikszene.

Corona-Ausbruch in Rothenburger Klinik
© pixabay/fernandozhiminaicela

Corona-Ausbruch in Rothenburger Klinik

In der ANregiomedklinik Rothenburg wurden mehr als 50 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, sind 27 Patienten und 25 Mitarbeitende betroffen. Knapp 400 Mitarbeitende und 110 stationär aufgenommene Patienten müssten auf Anordnung des Gesundheitsamtes Ansbach nun getestet werden, darunter auch bereits geimpfte Personen und diejenigen, die bereits mit dem Virus infiziert waren. Notaufnahme und Kreißsaal des Klinikums bleiben weiterhin geöffnet, Patientenbesuche seien nicht mehr möglich.

Kommunale Krankenhäuser in Bayern erwarten Millionenverluste

Drei kommunale Kliniken in Unterfranken rechnen durch ausgefallene Operationen mit massiven Umsatzrückgängen. Wie BR24 berichtet, registriert etwa die Klinik Kitzinger Land seit März eine 40 bis 50 Prozent geringere Belegung. Dadurch komme es zu Umsatzeinbußen von rund 30 Prozent. Für das vergangene Geschäftsjahr rechne man mit einem Verlust in Höhe von rund einer Million Euro. Auch das Klinikum Main-Spessart geht wegen der Pandemie von einem effektiven Verlust in Höhe von 4,5 Millionen Euro aus, heißt es weiter. Die Haßberg-Kliniken rechnen mit vier Millionen Euro Verlust.

Gremium für Lehren aus der Pandemie gefordert

Der Vorstand der Charité fordert ein nationales Fachgremium, das systematisch Lehren aus der Corona-Pandemie ziehen soll. Die Vorschläge eines solchen Kreises könnten Grundlage für Maßnahmen sein, die künftig im Krisenfall zu ergreifen wären, schreibt der Tagesspiegel. Die Lehren müssten branchenübergreifend gezogen werden, sagt Charité-Vorstandschef Heyo Kroemer. Es müsse geklärt werden, welche Abläufe, Befugnisse und Vorräte sich bewährt hätten und was fehlte. Dem Gremium sollten Experten aus Wirtschaft, Politik und dem Gesundheitswesen angehören. Angesichts der bisherigen Erfahrungen bräuchten alle Krankenhäuser mehr Vorsorge. "Die Krankenhäuser brauchen Reserven, also Kapazitäten für Großereignisse wie Epidemien", so Kroemer gegenüber dem Tagesspiegel. Insgesamt müsse das Gesundheitswesen besser auf Krisen und Notlagen vorbereitet sein. Dazu plädiert der Charité-Chef auch für ein einheitlicheres Vorgehen, was Impfkampagnen oder die Arbeit in den Gesundheitsämtern betrifft.

Gremium für Lehren aus der Pandemie gefordert
© Wiebke Peitz Charite Universitätsmedizin Berlin

DIVI fordert Lockdown bis April

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) spricht sich für einen Lockdown bis Anfang April aus. So könnte es gelingen, bis dahin ausreichend Menschen geimpft zu haben und eine Überlastung der Notaufnahmen zu vermeiden, erklärten unter anderem DIVI-Präsident Prof. Dr.Gernot Marx und Prof. Dr. Christian Karagiannidis auf einer gestrigen Pressekonferenz. Dort präsentierte die Fachgesellschaft auch ein neues Prognosemodell, in das u.a. Anstreckungsraten und Impffortschritte einfließen. Mit einer zu frühen Öffnung des gesellschaftlichen Lebens Anfang März drohten den Intensivstationen in deutschen Kliniken im schlimmsten Szenario demnach bis zu 25.000 Patienten.

Die Mediziner warben für "Disziplin, Disziplin und Disziplin" in den kommenden Wochen, in denen man viel gewinnen könne. Deutschland befinde sich bei der Bewältigung der Corona-Pandemie auf der Zielgeraden; eine zuverlässige und nachhaltige Öffnung des gesellschaftlichen Lebens sei im dritten Quartal 2021 realistisch. Die Forderung nach einem schnelleren Ende des Lockdowns, wie es etwa der designierte DKG-Hauptgeschäftsführer Gerald Gaß erst vor Kurzem geäußert hatte, lehnte Marx ab.

UKSH erhält Corona-Medikament

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) erhält heute ein weiteres Corona-Medikament mit sogenannten monoklonalen Antikörpern. Dabei handelt es sich um eine Kombination der beiden Wirkstoffe Casirivimab und Imdevimab, die das Pharmaunternehmen Roche zusammen mit seinem Partner Regeneron vertreibt. Das Kombipräparat ist in Deutschland noch nicht zugelassen, darf aber als therapeutischer Heilversuch eingesetzt werden, heißt es in einer Mitteilung des Klinikums. Bereits am 1. Februar war dem UKSH das Antikörper-Medikament Bamlanivimab zur Verfügung gestellt worden, das seither bei mehreren an Covid-19 Erkrankten eingesetzt wurde. „Genau wie Bamlanivimab kann das neue Kombipräparat als Therapieversuch im Rahmen einer stationären Überwachung bei Covid-19-Patienten eingesetzt werden, bei denen aufgrund von Vorerkrankungen ein schwerer Verlauf zu befürchten ist“, sagt Hans-Gerd Strobel, Chefapotheker und Leiter des Dezernats Apotheke des UKSH. Für die Therapie von Patientinnen und Patienten, die beatmet werden müssen, werden beide Präparate nicht verwendet. Klinische Untersuchungen in den USA h#tten ergeben, dass jene Covid-Patienten am meisten von der Behandlung profitieren, die keine oder nur milde Symptome hätten, aber eine hohe Viruslast oder Risikofaktoren für einen schweren Krankheitsverlauf. 

Leipzig plant stufenweise mehr Operationen

Die 17 im Cluster Leipzig organisierten Krankenhäuser verständigten sich darauf, ab dem 1. März wieder planbare Operationen und Eingriffe durchzuführen. Voraussetzung dafür sind weiterhin sinkende Inzidenzwerte in Sachsen. "Viele Menschen warten nun seit Wochen auf eine notwendige Operation, Behandlung oder diagnostische Untersuchung. Uns ist es wichtig, hier bald Abhilfe schaffen zu können", sagt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig und Koordinator des Klinik-Cluster Leizipg. Denn eine Einstufung als "nicht dringlich" sei nicht gleichzusetzen mit "verzichtbar".

Allerdings könnten die Kliniken im Zuge einer Öffnung aufgrund der geltenden Hygieneregeln ihre Kapazitäten nicht wieder zu 100 Prozent auslasten. Sollten die Infektionen allerdings wieder zunehmen, könne auch ein erneuter Aufnahmestoff erforderlich werden, heißt es in einer Mitteilung der Uniklinik Leipzig.  

Leipzig plant stufenweise mehr Operationen
© GettyImages/Morsa Images

KVN fordert sofortige Impfung aller niedergelassenen Ärzte

Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsens (KVN) drängt auf eine sofortige Impfung für alle niedergelassenen Ärzte. Erst seit kurzem werden Hausärzte neben Beschäftigten des Medizinischesn Dienstes der Krankenkassen, die in Heimen Pflegebedürfte begutachten, vorrangig geimpft. Wie der NDR berichtet, verweist die KVN jedoch darauf dass alle niedergelassenen Mediziner mit Patientenkontakt einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind. 

Corona-Ausbruch in der MHH

In der Psychiatrie der Medizinischen Hochschule Hannover gab es einen Corona-Ausbruch. Wie der NDR berichtet, sind 14 Patienten und 11 Mitarbeitende infiziert. Die betroffene Station befindet sich in einem separaten Gebäude und sei isoliert worden. Weitere Patienten würden derzeit nicht aufgenommen werden.

Vorbehalte gegen Astra-Zeneca-Impfstoff

Das Herzogin Elisabeth Hospital in Braunschweig wird voraussichtlich Impfdosen von Astra-Zeneca zurückgeben müssen, da sich zu wenige Mitarbeiter der Priorisierungsgruppe 1 damit impfen lassen wollen. Das berichtet Karl-Dieter Heller, Ärztlicher Direktor, in der heutigen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). "Wir haben derzeit 120 Dosen von Astra-Zeneca für die Prioritätsgruppe 1, die wir nicht an die Prioritätsgruppe 2 weiterreichen dürfen." An diesem Freitag habe das Krankenhaus 80 Impftermine im Angebot, aber nur 37 hätten sich bisher angemeldet.

Heller unterstreicht: "Der Impfstoff wirkt, und seine Wirkung wird nach einigen Wochen auch noch einmal stärker. Nicht geimpft sein ist definitiv schlechter. mRNA-Impfstoff wird uns definitiv nicht zur Verfügung gestellt werden. Der Appell gilt weiter: Lasst euch impfen, auch mit dem Impfstoff von Astra-Zeneca."

Vorbehalte gegen Astra-Zeneca-Impfstoff
© AstraZeneca

App sorgt für Transparenz bei Nebenwirkungen

Das Universitätsklinikum und die Universität Ulm haben eine App zur Dokumentation der Verträglichkeit einer Corona-Impfung entwickelt. Mit "CoCoV" können impfbedingte Nebenwirkungen individuell dokumentiert werden und so eine umfassende Übersicht der persönlichen Impfverlaufs und der Verträglichkeit der Impfung erstellt werden. Zudem können Nutzer die dokumentierten Nebenwirkungen in anonymisierter Form teilen und den Wissenschaftlern des Instituts für Medizinische Systembiologie der Universität Ulm zur Verfügung stellen. Eine Auswertung der Daten werde in regelmäßigen Abständen über ein öffentliches Dashboard verfübar sein, heißt es in einer Mitteilung. Ziel der App sei nicht nur die Verträglichkeit und mögliche Nebenwirkungen der neuen Impfstoffe zu erfassen, sondern auch die Impfbereitschaft zu erhöhen.

Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG) sieht keinen Grund zur Entwarnung

Die Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG) sieht trotz positiver Entwicklungen in der Pandemie-Lage noch keinen Grund zur Entwarnung. Zwar sei die Zahl der Menschen, die sich innerhalb einer Woche mit dem Coronavirus infiziert haben, in Berlin auf weniger als 57 pro 100 000 Einwohner gesunken, zitiert die Deutsche Presse-Agentur BKG-Geschäftsführer. "Das sind insgesamt ermutigende Tendenzen. Aber diese rückläufigen Zahlen sehen wir in den Krankenhäusern nur bedingt."

Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG) sieht keinen Grund zur Entwarnung
© iira116/pixabay

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