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Rhön kauft Aktien zurück und hält an neuer Sperrklausel fest

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Die Aktionäre der Rhön-Klinikum AG haben mit großer Mehrheit für den Rückkauf eigener Unternehmensanteile gestimmt. Auf der gestrigen Hauptversammlung erhielt der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat ein klares Votum von 99,35 Prozent. Einzelheiten zu Rückerwerbspreis und Andienungsverhältnis will Rhön mit der Veröffentlichung des Angebots bekannt geben, die nach der Eintragung des Kapitalherabsetzungsbeschlusses in das Handelsregister erfolgen soll.

Mit dem Rückkauf will die Unternehmensführung einen Großteil des Erlöses aus dem Verkauf von 40 seiner Krankenhäuser an den Konkurrenten Fresenius-Helios an die Anteilseigner weiterreichen. Die Transaktion hatte Rhön rund 3 Milliarden Euro eingebracht. Gleichzeitig werde mit der Reduzierung des Grundkapitals der neuen Unternehmensgröße und Ausrichtung Rechnung getragen. Rhön zählt nach dem Verkauf nur noch 10 Kliniken an 5 Standorten und will sich als integrierter Gesundheitskonzern „künftig auf innovative Spitzenmedizin und Behandlungsexzellenz" konzentrieren, wie Vorstandschef Martin Siebert sagte.

Bestätigt wurde auf der gestrigen Hauptversammlung der Beschluss vom Vorjahr, die sogenannte Sperrklausel für wichtige Unternehmensentscheidungen von mehr als 90 Prozent aus der Satzung zu streichen. Gegen dieses Votum und sein Zustandekommen waren im Nachgang der letztjährigen Hauptversammlung mehrere Anfechtungsklagen eingereicht worden, unter anderem vom Konkurrenten Asklepios und dem Medizintechnikhersteller und Anteilseigner Braun Melsungen. Inzwischen ist der Rechtsstreit beigelegt, die Klagen wurden zurückgezogen. Wie Rhön-Sprecher Achim Struchholz auf Anfrage bestätigte, bleibt es damit bei der neuen Sperrklausel von 75 Prozent, auch wenn diese noch nicht endgültig rechtskräftig ist.

Ebenfalls bestätigt wurden die Kandidaten für den Aufsichtsrat: Neben dem Juristen und geschäftsführenden Gesellschafter der Holzinger Associates GmbH Stephan Holzinger, der Dekanin der Roland Berger School of Strategy and Economics Katrin Vernau, dem Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Reinhard Hartl wurde auch Braun Melsungen-Eigentümer Ludwig Georg Braun in das Kontrollgremium gewählt. Braun ist zugleich größter Einzelaktionär der Rhön-Klinikum AG mit einer Beteiligung von rund 15 Prozent.

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