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Charité nach Jahresabschluss mit Licht und Schatten

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Die Berliner Charité hat zum dritten Mal in Folge einen positiven Jahresabschluss erreicht. Wie die Klinikleitung gestern im Zuge der Bilanzpräsentation mitteilte, wurde 2013 ein Plus von 1,6 Millionen Euro eingefahren. „Das zeigt, dass unsere Maßnahmen greifen und wir nachhaltig wirtschaften", sagte der Vorstandsvorsitzende der Charité, Karl Max Einhäupl. Zugleich beschloss der Aufsichtsrat, die angesparten Drittmittel in Höhe von 34,7 Millionen Euro, im Haushalt inzwischen als Gewinnrücklage ausgewiesen, bis 2017 auszugeben und Drittmittelreserven auch künftig nur noch für Forschungsprojekte zu verwenden.

Im Frühjahr war bekannt geworden, dass Forschungsgelder der Fakultät vermeintlich in schwarzen Kassen gelandet seien. Laut Charité handelte es sich um zweckgebundene Verwaltungspauschaulen, die nach Abschluss der jeweiligen Projekte auf Sonderkonten verwahrt worden seien. Auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf ein Bilanzierungsdelikt hin hatte der Aufsichtsrat im März mit der Auflösung der Sonderkonten reagiert.

Als weitere Konsequenz beschloss das Kontrollgremium gestern, den bereits freigestellten kaufmännischen Leiter der Fakultät, Gerrit Fleige, mit sofortiger Wirkung abzuberufen. Zudem stellte die Dekanin der Fakultät, Annette Grüters-Kieslich, ihr Amt zur Verfügung, um weiteren Schaden von der Berliner Universitätsmedizin abzuwenden. „Der Aufsichtsrat der Charité hat die Entscheidung von Frau Grüters-Kieslich mit Respekt zur Kenntnis genommen", sagte die Vorsitzende des Gremiums, die Berliner Wirtschaftssenatorin Sandra Scheeres. Eine Veruntreuung von Drittmitteln habe der Aufsichtsrat jedoch nicht feststellen können, so Scheeres weiter. Gleichzeitung könne nicht akzeptiert werden, dass es derartige Mängel in der unternehmerischen Transparenz gäbe.

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