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TK will neues Honorarsystem für Niedergelassene

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Die Techniker Krankenkasse hat am heutigen Mittwoch ein neues mögliches Honorarsystem für niedergelassene Ärzte vorgestellt. Die Kasse hatte das Berliner IGES Institut beauftragt, Reformvorschläge zu entwickeln. Derzeit würden die Krankenkassen jährlich rund 30 Milliarden Euro an die 150.000 Kassenärzte zahlen. Dennoch herrsche immer wieder Unzufriedenheit. „Wir wollen Patienten zu einer besseren Versorgung und Ärzten zu mehr Zufriedenheit verhelfen. Deshalb können wir uns eine Einzelleistungsvergütung gut vorstellen", sagte Thomas Ballast, stellvertretender Vorsitzender des TK-Vorstands.

Das vom IGES Institut entwickelte Modell sieht eine Trennung der Vergütung in Fixkosten und variable Kosten vor. Leistungen sollen einzeln definiert und mit einem Preis versehen werden, der dann vor jedem Quartal bekannt sein und nicht nachträglich reduziert werden soll. Variable Kosten würden dann für alle erbrachten Leistungen, Fixkosten wiederum nur bis zur Deckung vergütet. Damit sinke nicht nur der Anreiz für unnötige Mengenausweitung, sondern erhöhe sich auch die Planbarkeit und die Transparenz für die Ärzte. „Patienten profitieren von dem vorgelegten Modell der Einzelleistungsvergütung, denn ihre Ärzte können sie zielgerichteter und bedarfsgerechter behandeln. Das nützt dem gesamten Gesundheitssystem, weil Über- und Unterversorgung entfallen", sagte Karsten Neumann, Geschäftsführer des IGES Instituts.

In der Studie sei zwar bei einer Modellrechnung festgestellt worden, dass eine einmalige Ausgabensteigerung bei 5,4 bis 5,9 Prozent zu erwarten sei, den stellvertretenden Vorsitzenden des TK-Vorstands Thomas Ballast erschien dies aber vertretbar. „Wir hätten es mit einer einmaligen Steigerung zu tun, die sich durch einen Zuwachsverzicht im Folgejahr sogar vollständig kompensieren ließe zumal das neue Modell viele Vorteile für Patienten, Ärzte und Kassen brächte."

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