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APS: Behandlungsfehler durch Ursachenanalyse minimieren

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Das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) will die Daten zu Behandlungsfehlern besser für die Ursachenanalyse nutzen und fordert deshalb vergleichbare Kerndatensätze. Die Anfang dieser Woche veröffentlichten Zahlen der Bundesärztekammer seien zwar ein guter Orientierungspunkt, der zeige ob sich die Situation verbessert oder verschlechtert habe, ließe aber keine konkreten Rückschlüsse zu. „Wir erhalten Angaben über die Häufigkeit, die medizinischen Disziplinen und die jeweiligen Bereiche, aber nicht darüber, was konkret falsch gelaufen ist", sagte APS-Vorstand Hardy Müller.

Es sei zwar erfreulich, dass vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und steigender Behandlungsfälle keine Zunahme von Behandlungsfehlern zu verzeichnen sei. Eine Verbesserung ist aus Sicht des ASP aber nur möglich, wenn auch eine Ursachenanalyse erfolgt.
In anderen Bereichen, etwa im Straßenverkehr oder in der Luftfahrt, würden regelmäßig Ursachenanalyse nach Unfällen durchgeführt. Im medizinischen Bereich bestehe aber das Problem, dass verschiedene Institutionen unabhängig von einander Informationen zur Patientensicherheit sammelten. Daher forderte Müller „die Publikation von vergleichbaren Kerndatensätzen, damit die Informationen zur Patientensicherheit aus allen Bereichen gemeinsam analysiert und bewertet werden können".

Die APS wies auf bereits laufende Projekte hin, die helfen, die Sicherheit in Kliniken und Praxen zu erhöhen, wie zum Beispiel die sogenannten „Standard Operating Procedures" (SOPs). Dabei werden für fehleranfällige Handlungen wie das Austeilen von Medikamenten Checklisten und Handlungsempfehlungen erarbeitet, an denen sich das Personal orientieren kann. „Dem Personal zeigen die SOPs häufig, wo sie ihre Arbeit rationaler gestalten könnten und wo sich unnötige Tätigkeiten oder Doppelarbeit vermeiden lässt," sagte Hedwig François-Kettner, APS-Vorstandsvorsitzende. Sie fügte jedoch hinzu, dass eine angemessene Personalausstattung für eine sichere Patientenbehandlung unabdingbar sei.

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