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Kliniken im Fokus der Gesundheitsministerkonferenz

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Die Gesundheitsministerkonferenz hat am Freitag in Hamburg ihre Forderungen zur Neuausrichtung der Gesundheitsversorgung vor dem Hintergrund des demografischen Wandels vorgestellt. Im Beisein von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) beschlossen die Landesgesundheitsminister eine Strategie für die nächsten 15 Jahre, die unter anderem mehr Prävention und Gesundheitsförderung, eine Stärkung der Allgemeinmedizin und eine stärkere Ausrichtung auf ambulante Versorgung und Pflege vorsieht. Wie aus einer von der Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz veröffentlichten Mitteilung hervorgeht, sind die Krankenhäuser von zahlreichen Forderungen betroffen:

  • Die Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten sowie anderen Gesundheitsberufen soll verbessert werden, ambulante und stationäre Versorgung, Reha und Pflege sollen stärker miteinander kooperieren.
  • Kliniken sollen sich besser auf die Behandlung von älteren Menschen mit mehreren und chronischen Erkrankungen einstellen. Die GMK plädiert für die Einrichtung geriatrischer Institutsambulanten und „bittet das BMG, darauf hinzuwirken, dass die Selbstverwaltung bis zum Jahresende dafür die Voraussetzungen schafft".
  • Die GMK erneuerte – auch mit Blick auf das vergangene Woche veröffentlichte Gutachten des Sachverständigenrats – die Forderung nach einem Umstrukturierungsfonds für die Umwandlung nicht mehr benötigter Krankenhäuser in beispielsweise Pflegeheime oder Versorgungszentren.
  • Entsprechend einem Hamburger Modellprojekt sollen Patienten mit besonderem Infektionsrisiko vor einer Krankenhausaufnahme auf bestimmte multiresistente Krankenhauserreger (MRGN) getestet werden. Dafür soll der Bund die entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen schaffen.
  • Das sich im Aufbau befindliche Qualitätsinstitut soll verstärkt Kriterien berücksichtigen, die es erlauben, Krankenhäuser nach der Sicherheit der Patienten zu bewerten. Die Kliniken sollen diese Zahlen in ihrem Qualitätsbericht veröffentlichen.
  • Die Länder wollen gemeinsam eine qualitätsorientierte Krankenhausplanung entwickeln und die Möglichkeit nutzen, Bedingungen beispielsweise für die Strukturqualität, die Aufnahme oder den Verbleib von Kliniken im Krankenhausplan zu stellen.

Unter anderem fordert die GMK zudem einheitliche Sprachtest für ausländische Ärzte, die Umsetzung eines Präventionsgesetzes sowie strukturelle Lösungen für die Haftpflichtproblematik der freiberuflichen Hebammen.

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