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Deutsche Bank warnt vor Ebola-Folgen

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Das Ausmaß wird immer bedrohlicher. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fürchtet, dass die Zahl der Ebola-Infektionen bis Dezember auf 10.000 neue Fälle pro Woche steigen könnte. WHO-Vertreter hatten jüngst erklärt, sie hofften, dass der Höhepunkt der Ansteckungsrate im ersten Quartal 2015 erreicht sei. Das Virus tritt in Einzelfällen auch in Europa und den USA auf. Am Mittwoch wurde bekannt, dass sich eine zweite Pflegefachkraft in den USA mit dem Erreger infiziert hat. Doch Ebola tobt vor allem in Westafrika – mit dramatischen wirtschaftlichen Konsequenzen für den Kontinent, wie jetzt auch die Deutsche Bank warnt.

Das tatsächliche Ausmaß der Epidemie sei möglicherweise „erheblich größer" als die bisher von der WHO bestätigten 7.000 Erkrankungen und 3.000 Todesopfer, schreibt Deutsche-Bank-Analystin Claire Schaffnit-Chatterjee in einem Kommentar. Bis Ende Januar könnten sich mehr als eine halbe Million Menschen infiziert haben, heißt es darin. Die wirtschaftlichen Folgen in dieser ohnehin armen Weltregion seien verheerend. Schaffnit-Chatterjee verweist auf Berichte, nach denen die Angst der Bevölkerung etwa in Nigeria vor einer Ansteckung dazu führten, „dass bei gewerblichen Aktivitäten und im Einzelhandel in Lagos ein drastischer Rückgang von 20 bis 40 Prozent zu beobachten war". Ferner drohe ein wirtschaftlicher Schaden, weil westliche Reisende ihre Reisen nach Afrika absagten.

Allerdings dürften die Folgen für die westliche Welt beschränkt bleiben. „Trotz der grundlegenden Besorgnis sind die meisten medizinischen Experten der Ansicht, dass sich die Ebola-Epidemie nicht von Westafrika aus auf den Rest der Welt ausbreiten wird", schreibt Schaffnit-Chatterjee. Schließlich sei Ebola nicht über die Luft übertragbar und die Epidemie damit „relativ leicht einzudämmen". Die Weltwirtschaft werde folglich allenfalls einen Anstieg des Kakao- und des Goldpreises spüren. „Eine der ernsthaftesten Konsequenzen der Ebola-Epidemie ist möglicherweise, dass Afrika sein Außenbild wieder aufbauen muss", erklärt die Analystin. Der Kontinent habe in den zurückliegenden zehn Jahren bewiesen, dass er nicht nur Hunger und Krankheit hervorbringe, sondern auch Geschäftschancen biete. Die Expertin schreibt: „Zwar bestehen in Afrika erhebliche soziale Entwicklungsdefizite und große Herausforderungen, einschließlich struktureller Veränderungen. Dennoch verfügt der afrikanische Kontinent insbesondere mit seiner sehr positiven demografischen Struktur und natürlichen Rohstoffen in Sektoren wie Metallverarbeitung und Bergbau, Erdöl und Erdgas sowie landwirtschaftlichen Flächen über wichtige, grundlegend positive Voraussetzungen."

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