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Dramatischer Investitionsstau bei Unikliniken

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In den Jahren 2012 und 2013 haben die Universitätsklinika ein Gesamtdefizit von über einer Viertelmilliarde Euro angehäuft. Das teilte Ralf Heyder, Generalsekretär des Verbandes der Universitätsklinika Deutschlands (VUD), gestern anlässlich des Starts einer bundesweiten Aktionswoche mit. Für das laufende Jahr rechnen 19 der insgesamt 33 Unikliniken mit einem defizitären Abschluss, nur fünf Häuser mit einem positiven Jahresergebnis. Die durch den VUD und den Medizinischen Fakultätentag (MFT) vertretenen Universitätskliniken machen an allen Standorten auf das wachsende Ungleichgewicht von Spitzenleistungen und schlechter werdender Vergütung aufmerksam.

Kurz vor dem Endspurt der Bund-Länder-Arbeitsgruppe wolle man aufzeigen, dass die Länder ihren Investitionspflichten etwa bei IT oder Baumaßnahmen nur unzureichend nachkommen. „In jedem Jahr entsteht eine Investitionslücke von mehreren 100 Millionen Euro. Bundesweit müssten 18 bis 20 Milliarden Euro investiert werden, um allein die Gebäude aller Universitätsstandorte zu modernisieren", so Heyder. Dabei sei ein Gefälle zwischen den alten und neuen Bundesländern zu verzeichnen. In den neuen Ländern gebe es mehr Programme zur Baufinanzierung. Bundesländer wie Schleswig Holstein und NRW müssten deshalb neue Finanzierungsmodelle wie Public Private Partnership Projekte anstoßen. Annette Grüters-Kieslich, Vizepräsidentin des MFT und Dekanin der Charité-Universitätsmedizin Berlin, erklärte, in Berlin seien jährlich 90 bis 100 Millionen Euro vonnöten, um den Investitionsstau aufzulösen. Gezahlt würden aber nur 30 Millionen Euro.

Die Gesundheitspolitik sei dem Ruf nach einem Systemzuschlag, der als eigenständige Finanzierungssäule die Leistungen der Universitätsmedizin in besonderer Weise gewichtet, nicht gefolgt, hieß es. Stattdessen solle die Finanzierung der Hochschulmedizin über vier Einzelthemen - Hochschulambulanzen, Extremkosten, Notfallversorgung und Zentrenzuschläge -  gesichert werden. Wichtig sei aber, dass Politik und Kassen ihrer Verantwortung nachkämen, forderten die Hochschulvertreter.

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