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Hoffnung auf E-Health

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Der Bundestag hat am Freitag das geplante E-Health-Gesetz in erster Lesung debattiert. Es sieht unter anderem vor, dass künftig auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) Notfalldaten gespeichert werden. Des weiteren soll mittels eines modernen Stammdatenmanagements die Voraussetzung geschaffen werden für die Einführung der elektronischen Patientenakte. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) nahm nochmals die Selbstverwaltung in die Pflicht: „Ich erwarte von allen Beteiligten entschlossenen Einsatz, damit der Nutzen der Telematik schnell den Patienten zugute kommt. Verzögerungen durch interessenpolitisches Klein-Klein darf es nicht mehr geben."

Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek), lobte, dass die eGK endlich auch für neue Anwendungen, wie zum Beispiel den digitalen Medikationsplan oder den Notfalldatensatz, nutzbar gemacht werden solle. „Die vorgesehenen verbindlichen Fristen dürften dazu beitragen, dass die eGK bald vielen Versicherten einen erkennbaren Mehrwert bringt", so Elsner. Allerdings seien die Möglichkeiten einer flächendeckenden Telematikinfrastruktur (TI) längst nicht ausgeschöpft. „Um dieses Potenzial in Zukunft nutzen zu können, muss klargestellt werden, dass die eGK – wie die EC-Karte im Bankwesen - als Schlüssel für neue digitale Anwendungen genutzt wird und nicht als Speichermedium", betonte Elsner.

Für größere Datenmengen, wie die elektronische Patientenakte mit Röntgenbildern, sei die eGK nicht ausgelegt, erklärte die vdek-Vorstandsvorsitzende. Ansonsten müssten die Karten für viel Geld mit neuen Chips größerer Speicherkapazität ausgestattet werden. „Angesichts der ohnehin hohen Investitionskosten für das Projekt ein No-Go", so Elsner. Schwerer noch wiegt, dass bei Verlust der eGK auch der Verlust der auf ihr gespeicherten Daten droht. „Die Politik muss daher eine Serverlösung bzw. die ausschließliche Online-Speicherung der Daten im Gesetz verankern."

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