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Uniklinik Mannheim braucht Millionen-Kredit

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Der Hygieneskandal kommt das Universitätsklinikum Mannheim teuer zu stehen: Wegen rückläufiger Patientenzahlen im vergangenen Jahr sowie rund 15 Millionen Euro Investitionen in die Sterilgutversorgung muss sich das Klinikum erstmals um einen größeren Kredit bemühen. „20 Millionen brauchen wir auf jeden Fall, dann sehen wir weiter", zitiert die Deutsche Presseagentur (DPA) einen Kliniksprecher. Es gebe demnach Gespräche mit mehreren Banken, Ziel sei eine schwarze Null für das Jahr 2020.

Laut einem Bericht des „Mannheimer Morgen" vom Mittwoch könnte der tatsächliche Finanzierungsbedarf noch höher ausfallen. 20 Millionen Euro seien demnach „nicht ausreichend, um das Jahr 2016 zu überstehen", zitiert die Zeitung aus einem internen Arbeitspapier. Weiter heißt es: „Um einen geordneten Betrieb überhaupt aufrecht halten zu können, ist eine Kapitalzufuhr zwingend und sofort notwendig." Die Klinik erwarte für 2015 einen Verlust von 30 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr hatte das Klinikum laut DPA 4.000 stationäre Patienten weniger, das entspricht einem Rückgang von 10 Prozent gegenüber 2014. 

Der Aufsichtsratsvorsitzende und Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, Peter Kurz, betonte in einer Stellungnahme, dass die Stadt „auch in der aktuellen Restrukturierungsphase zu ihrem Universitätsklinikum" stehe, sodass die notwendige Finanzierung in Zukunft gesichert sein werde. Fragen nach anderen Rechtsformen oder Rechtsträgern stellten sich nicht. Mittlerweile behandele das Universitätsklinikum wieder so viele Patienten wie vor dem Herbst 2014, seit Anfang 2016 lägen die Patientenzahlen sogar über Plan.

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