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Ersatzkassen prognostizieren Zusatzbeitrag von 1,8 Prozent

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Der Verband der Ersatzkassen (VDEK) erwartet im kommenden Jahr Ausgabensteigerungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Höhe von 3,9 Prozent. Der Zusatzbeitrag wird zwar wie von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) bereits verkündet stabil bei 1,1 Prozent bleiben, allerdings nur, weil dieser den Kassen einmalig 1,5 Milliarden Euro aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds überweise, wie VDEK-Abteilsungsleiter Finanzen Manfred Baumann bei einer Pressekonferenz des Verbandes am Mittwoch in Berlin erklärte.

Ohne die Zuweisung hätte er Beitragssatz um 0,1 Prozentpunkte steigen müssen. Bis 2020 steigt er laut Baumann auf 1,8 Prozentpunkte. Der Wirtschaftsweise und Freiburger Professor für Wirtschaftspolitik, Lars Feld, hatte bereits im Juli im Fachmagazin „f&w führen und wirtschaften im Krankenhaus" Gröhes Maßnahme kritisiert und gewarnt, dass höhere Beitragssätze „wie Lohnsteuern" wirkten „und damit ihren Beitrag zu Schwarzarbeit und Arbeitslosigkeit" leisteten. Am Mittwoch wies Feld daraufhin, dass anders als in der Begründung von Minister Gröhe die GKV bisher kaum Ausgaben für Flüchtlinge tätige. Dies war jedoch Teil der offiziellen Begründung für den höheren Zuschuss.

 

 

 

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