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Heimig: Ergebnis der Auslosung schlechter als erhofft

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Mit der Auslosung 40 weiterer Kliniken für die verpflichtende Teilnahme zur Kostenkalkulation im DRG-System konnte die Datenlücke für die Gewichtung der Fallpauschalen nicht geschlossen werden. Das sagte der Geschäftsführer des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus, Frank Heimig, gestern auf dem Deutschen Krankenhaustag in Düsseldorf. „Das Ergebnis ist schlechter als erhofft", so Heimig gegenüber den rund 250 anwesenden Klinikmanagern und Verbandsvertretern. Gerade die privaten Häuser würden viele Prozeduren wie etwa den operativen Einsatz neuer Kniegelenke deutschlandweit auf sich vereinen. Kritiker monieren, dass sich diese durch das Fernbleiben von der InEK-Kalkulation eine hohe Gewichtung ihrer Prozeduren im Fallpauschalenkatalog und damit verbundene Einnahmen sichern.

Die eigentliche Auslosung der 40 Kliniken aus einem Pool von 152 Häusern, die durch ihre Spezialisierung einen starken Einfluss auf die Kalkulation haben, verbesserte dennoch die Datengrundlage zahlreicher Behandlungen, so Heimig. Auf den ersten drei Plätzen standen:

• I47C Revision oder Ersatz des Hüftgelenks ohne komplizierende Diagnose
• I44B Implantation einer bikondylären Endoprothese am Kniegelenk
• I68B Nicht operativ behandelte Erkrankungen und Verletzungen im Wirbelsäulenbereich (Schmerzbehandlung)

Dass die Kliniken zu einer Teilnahme an der Kalkulation gezwungen würden, sei ein Dilemma, so Heimig. Das InEK erwartet, dass sich in den ersten Jahren nur wenige Daten der neuen Teilnehmer verwenden lassen. Zugleich befürchtet Heimig ein unterschiedlich starkes Engagement der Kliniken. Man müsse sich mit den Häusern dennoch „zusammenraufen", so Heimig, der nun erfolgte Schritt sei „alternativlos" gewesen. Das Inek habe richtig, aber mit dem Falschen gerechnet. Die freiwillige Kalkulationsteilnahme solle daneben weiter erhalten bleiben.

Zur Weiterentwicklung des Fallpauschalenkatalogs für 2017 sagte Heimig, man habe einen Schwenk weg von einigen sachkosten- hin zu personalintensiven Prozeduren vollzogen. Dazu gehörten insbesondere DRG für die Versorgung von Kindern und einige Fallpauschalen im Intensivbereich. Rund zwei Drittel der deutschen Kliniken würden von der Neugewichtung profitieren, so der InEK-Geschäftsführer, was vor allem große Häuser betrifft. Demgegenüber gehörten kleine Häuser mit sachkostenintensiven Spezialisierungen zu den Verlierern.

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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