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Umfrage: Gesundheits-Apps vor allem für Termin-Erinnerungen gut

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Viele Internetnutzer halten Gesundheits-Apps vor allem als digitale Helfer für sinnvoll, weniger jedoch als Kontrolleure ihres Verhaltens. Das geht aus den Ergebnissen der Online-Befragung „Gesundheits-Apps" Ende 2016 des Berliner Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung hervor, die BibliomedManager vorliegen. Demnach besitzen für rund ein Drittel der Befragten Gesundheits-Apps, die an die Medikamenteneinnahme sowie Impf- und Vorsorgetermine erinnern einen hohen Nutzen. Auch Anwendungen, die sportliche Aktivitäten und physiologische Parameter wie die Herzfrequenz dokumentieren, wurden überwiegend positiv bewertet.

Neben allgemeinen Gesundheits-Apps ging es bei der Umfrage auch um die Bewertung dezidiert medizinischer Apps, wie sie vereinzelt schon von Krankenhäusern oder Rehabilitationszentren eingesetzt werden. Hier messen die Befragten Apps zur Verlaufskontrolle chronischer Krankheiten wie Parkinson, Diabetes oder Asthma den größten Nutzen bei. 58 Prozent der Befragten vertraten diese Meinung. Ebenso viele sehen in Apps zur Selbstüberwachung krankheitsbezogener Symptome wie Blutdruck, Gewicht und Müdigkeit einen hohen Nutzen.

Demgegenüber besitzen Apps zum Selbsterkennen von Krankheiten und deren Symptomen für eine deutliche Mehrzahl der Umfrageteilnehmer einen geringen Nutzen. Schlechte Bewertungen erhielten daneben Apps mit Tipps zur Ernährung, Lebensstil oder Wellness, Apps zum Dokumentieren von Gemütszuständen sowie Anwendungen zur Kontrolle eingenommener Konsum- und Genussmittel.

Direkt auf die negativen Effekte von Gesundheits-Apps angesprochen, stimmten rund 78 Prozent der Aussage zu, Gesundheits-Apps verletzen die Persönlichkeitsrechte ihrer Nutzer, indem etwa Daten an Dritte weitergegeben werden. Gleichauf steht bei den Befragten der Vorwurf, Apps würden unzureichend darüber informieren, wer eine kostenfreie Gesundheits-App jeweils finanziert und wer davon profitiert. Zudem vermisst eine überwiegende Mehrzahl der Befragten Informationen über die Vertrauenswürdigkeit von Gesundheits-Apps. Aus Sicht von rund drei Viertel der Befragten üben Krankenkassen Druck auf die Versicherten aus, gesundheitsbezogene Daten zu erheben. Ebenso viele Nutzer stimmten der Aussage zu, dieser Druck führe zur Benachteiligung zum Beispiel von Menschen mit geringem Bezug zu Technik oder Menschen mit Behinderung.

Die Ergebnisse gehen auf die Angaben von 2.252 Internetnutzern zurück, die an der nicht-repräsentativen Umfrage auf dem Portal www.stakeholderpanel.de teilnahmen. Bei dem Stakeholder Panel handelt es sich um eine Seite des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag, welches die dort registrierten Nutzer regelmäßig zu deren Bewertung verschiedener technischer Innovationen befragt.

 

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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