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16. Nationales DRG-Forum

Gröhe macht Mut für Fortschritt

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Zum Auftakt des 16. Nationalen DRG-Forums in Berlin hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zu einem positiven Blick auf Fortschritt und neue Entwicklungen im Gesundheitswesen aufgerufen. Gerade Deutschland könne Chancen nutzen und Risiken vorbeugen. Es gehe darum, medizinisches Können, Patienten-Aufklärung, Datenschutz und Technik in Einklang zu bringen. „Wenn ein Land es schafft, dann trau ich das unserem Land zu“, sagte Gröhe vor den 1.388 Teilnehmern des jährlichen Branchentreffs der Krankenhäuser. Als Beispiel nannte der Minister mit Blick auf das Motto des diesjährigen Nationalen DRG-Forums „Die digitale Revolution vom Patienten gemacht“ das Thema Big Data.

Gröhe verwies einerseits auf die Chancen: Big Data erlaube es, Krankheiten und deren Entwicklung besser zu verstehen. Andererseits betonte er mit Blick auf die Risiken politische Vorgaben. Das deutsche Gesundheitssystem gehe trotz neuer Erkenntnisse von der Fiktion aus, dass alle Menschen das gleiche Risiko hätten, krank zu werden. „Das ist eine politische Festlegung“, stellte Gröhe klar. Das Gleiche gelte für das Thema Genom-Editing. Der Minister verwies auf das Embryonenschutzgesetz. „Wir haben in Deutschland eine ziemlich klare Botschaft: Eingriffe an der menschlichen Keimbahn sind verboten.“

Gröhe verteidigte ferner die Krankenhausreform, betonte insbesondere den Fokus auf eine bessere Ausstattung der Kliniken mit Pflegepersonal. Für die nächste Wahlperiode nannte der CDU-Politiker als große Herausforderung weitere Schritte zu einer Verbesserung für Rehabilitation und Prävention. Es gehe dabei beispielsweise um die Vermeidung von Operationen, sagte Gröhe insbesondere in Richtung der Teilnehmer des 1. Nationalen Reha-Forums, das erstmals gemeinsam mit dem Nationalen DRG-Forum in Berlin stattfindet.

Zur Begrüßung hatte der Vorstandsvorsitzende der B. Braun-Stiftung, Michael Ungethüm, auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Versorgung künftig besser in Netzwerken zu organisieren. „Überall entstehen neue Geschäftsmodelle, die den etablierten Anbietern noch Kopfzerbrechen bereiten werden“, sagte Ungethüm. Bis zum Freitagnachmittag diskutiert die Klinikbranche in Berlin auf dem Nationalen DRG-Forum und dem Nationalen Reha-Forum über die künftige Entwicklung des Gesundheitssystems. 

Autor

Dr. Stephan Balling

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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