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16. Nationales DRG-Forum

Krankenkassen bringen Körperschaft für Krankenhausgesellschaft ins Spiel

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Der stellvertretende Vorsitzende des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-SV), Johann-Magnus von Stackelberg, hat in seiner Rede auf dem 16. Nationalen DRG-Forum in Berlin in Anwesenheit von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) seine Forderungen für die nächste Wahlperiode formuliert. Unter anderem stelle sich die Frage, „ob wir eine verkörperschaftete Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) benötigen“, sagte von Stackelberg. Das hätten einst die deutschen Bischöfe verhindert. Rund ein Drittel der Kliniken in Deutschland sind in kirchlicher Trägerschaft.

Die DKG ist derzeit die einzige der drei Trägerorganisationen im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), die als Verein firmiert. GKV-Spitzenverband und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sind dagegen Körperschaften des öffentlichen Rechts. Von Stackelberg sagte das auch mit Blick auf das Bestehen des G-BA: "Die Legitimation des G-BA steht auf der Agenda."

Der GKV-Vertreter erneuerte eindringlich seine Forderungen nach einem Strukturwandel an dessen Ende weniger Klinikstandorte in Deutschland stehen müssten. „Wir haben zu viele Krankenhäuser.“ Dieser Zustand verschärfe möglicherweise auch das Personalproblem. „Vielleicht haben wir einfach das Personal in den falschen Krankenhäusern“, sagte von Stackelberg. Er bekannte sich aber zugleich zum Sicherstellungszuschlägen und verwies darauf, dass der G-BA mittlereile gute Computermodelle habe, anhand derer mithilfe von vorhandenen Daten berechnet werden könne, ob ein Krankenhaus die Kriterien für einen Sicherstellungszuschlag erfülle.

Allerdings schränkte von Stackelberg ein: „Ich weiß nicht, ob es so schlau ist, beim Strukturwandel auf die Selbstverwaltung zu setzen.“ Vielleicht müsste man überlegen, ob hier nicht Vorgaben von Bund und Ländern nötig seien. Er mahnte darüberhinaus „einen konsistenten Rahmen“ für ambulante Behandlungen der Krankenhäuser an. Stackelberg lobte am Ende noch den Einsatz des Minister für die Gematik. Ohne diesen Einsatz, wäre hier weniger vorangegangen. Eigentlich ist auch dies Aufgabe der Selbstverwaltung. 

Autor

Dr. Stephan Balling

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