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1. Nationales Rehaforum

„Wenn Reha wirkt, ist sie sehr wirtschaftlich“

  • News des Tages

Reha kann sehr viel, wenn sie den Betroffenen denn gewährt und von den Kostenträgern bezahlt wird. Dies war der parteiübergreifende Konsens der Diskussionsrunde zum Thema „Rehapolitik im Wahljahr 2017“ beim heute eröffneten 1. Nationalen Reha-Forum in Berlin. Angesichts der wachsenden Zahl an älteren, pflegebedürftigen und chronisch kranken Menschen sei es dringend an der Zeit, die Reha-Rahmenbedingungen anzupassen, sagte Thomas Bublitz vom Bundesverband Deutscher Privatkliniken zur Eröffnung. Als wichtigste Baustellen nannte Armin Lang von der LangConsult GmbH in der Diskussionsrunde den noch immer erschwerten Zugang zur Reha, eine Abnahme der Leistungen aufgrund stagnierender Budgets sowie eine unausgewogene Machtbalance zwischen Leistungsanbietern und Leistungsträgern. „Wenn Reha wirkt, ist sie sehr wirtschaftlich“, sagte Lang, der aus einem Positionspapier der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung zum Thema Reha vortrug. Die Branche müsse selbstbewusster für ihre eigenen Anliegen und Leistungen werben. „Eine qualitativ hochwertige Reha ermöglicht die Rückkehr ins Erwerbsleben.“ Außerdem plädierte er für eine Gleichstellung von medizinischer Reha und Akutversorgung.

Reha habe ein großes Potenzial zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Bundesfachausschusses Gesundheit und Pflege und Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke (CDU). Angesichts der zu erwartenden Zahl von 3,4 Millionen Pflegebedürftigen im Jahr 2030 müssten jetzt verschiedene Weichen gestellt werden: In diesem Zusammenhang nannte er unter anderem eine stärkere Gewichtung hausärztlicher Reha-Anträge und eine stärkere Einbindung der Pflegedienste in die Bewilligungsentscheidungen. In diesem Punkt herrschte breiter Konsens auf dem Podium: Sie könne sich eine verbindliche hausärztliche Verordnung von Reha-Maßnahmen vorstellen, sagte Elisabeth Scharfenberg von Bündnis 90/Die Grünen. Weitere Forderungen für die kommende Legislaturperiode waren eine stärkere Vernetzung von Akutmedizin und Reha, mehr Wirkungsforschung und eine Verbesserung der Evidenzlage. Für bessere Anreize für die Kostenträger vor allem auf Seite der Krankenkassen, in Reha zu investieren, um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden, plädierten unter anderem auch Harald Weinberg (Die Linke) und Heike Baehrens(SPD) .  Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff werde die Reha insgesamt besserstellen, sagte Scharfenberg. Für mehr wohnortnahe Angebote und einen Ausbau der geriatrischen Reha plädierte Weinberg. 

Autoren

 Lena Reseck
 Sabine Rößing

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