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Bilanz Sana-Kliniken

Auf Wachstumskurs – operativ und durch Zukäufe

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Die Sana Kliniken AG befinden sich weiter auf Wachstumskurs, sowohl mit Blick auf das abgelaufene Geschäftsjahr als auch auf die Übernahme weiterer Kliniken. Das machte der Vorstandsvorsitzende Thomas Lemke anlässlich der Bilanzpräsentation deutlich. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 habe der Konzernumsatz um 3,5 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro und der Gewinn um 26,3 Prozent auf 90,1 Millionen zugelegt, teilte der Konzern am Dienstagmorgen mit. „Die ausgesprochen positive Entwicklung und das hervorragende Jahresergebnis im 40. Jahr unseres Bestehens zeigen, dass Sana auch 2016 unter eher durchwachsenen Rahmenbedingungen bestmöglich agiert hat und für die Zukunft gut aufgestellt ist“, erklärte Lemke laut Pressemitteilung. Das organische Wachstum habe 3,6 Prozent betragen.

Zwar sei das Klima für die Übernahme weiterer Krankenhäuser derzeit nicht sehr günstig, sagte Lemke laut Medienberichten. „Viele Politiker scheuen die öffentlich Diskussion, die eine Privatisierung oft mit sich bringt“, wird Lemke etwa im „Handelsblatt“ zitiert. Aber künftig könnten wieder mehr Kliniken zum Verkauf stehen, schließlich mache die Krankenhausreform von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) unter anderem höhere Auflagen an die medizinischen und personellen Strukturen, die Krankenhäuser vorhalten müssten. Dies werde die finanzielle Lage einiger Häuser verschärfen. Lemke laut Pressemitteilung: „Wir setzen auch weiterhin auf Wachstum durch Zukäufe und streben gleichzeitig eine Verbreitung des Geschäftsmodells als Ganzes an.“

Derzeit gehören 49 Krankenhäuser zum Sana-Konzern sowie 25 Medizinische Versorgungszentren und sechs Seniorenheime. Mit Blick auf die Kernausrichtung habe der Konzern den strategischen Kurs fortgesetzt, sich von Altenpflegeeinrichtungen zu trennen. „Daher wurden die Düsseldorfer Altenheime verkauft sowie der Standort in Kummerfeld, eine Betriebsstätte der Regio Kliniken GmbH, geschlossen.“ Das Kerngeschäft der Sana Kliniken AG würden weiterhin Medizin und Pflege sein.

Die Zahlen bestätigten, dass die Konzentration auf das Portfolio und ein besonderes Augenmerk auf das Ressourcenmanagement Wirkung gezeigt hätten, erklärte Lemke. So habe sich das operative Ergebnis gemessen am Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 13,4 Prozent auf 221,6 Millionen Euro erhöht. Das Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) sei um 14,8 Prozent auf 136,5 Millionen Euro gewachsen, der operative Cash Flow trotz Sanierungsaufwendungen um 35,8 Prozent auf 236,9 Millionen Euro. Die Kapitalrendite gemessen am RoCE (Return on Capital Employed) betrage 11,1 Prozent und liege damit mehr als doppelt so hoch wie die Kapitalkosten.

Autor

Dr. Stephan Balling

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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