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Franziskus-Krankenhaus Berlin

EVV weist Kritik an Kündigungen zurück

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Der katholische Elisabeth Vinzenz Verbund (EVV), einer der größten katholischen Träger von Gesundheitseinrichtungen in Deutschland, hat auf einen Bericht des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) reagiert und die darin formulierte Kritik im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen und Entlassungen im zum EVV gehörenden Franziskus-Krankenhaus Berlin zurückgewiesen. Der rbb hatte am Dienstag über Presseportal und Info-Radio vermeldet, dass im katholischen Franziskus-Krankenhaus in Berlin-Tiergarten langjährige Mitarbeiter entlassen und teils durch Niedriglöhner ersetzt worden seien. Nach rbb-Recherchen habe der EVV damit arbeitsvertragliche Richtlinien der Caritas umgangen. Auch habe der EVV den Gekündigten zunächst keine Sozialpläne oder Abfindungsregelungen angeboten. Diese hätten erst vor Gericht erstritten werden müssen.

In einer aktuellen Pressemitteilung verweist der EVV darauf, dass umfassende Restrukturierungs- und Einsparmaßnahmen notwendig geworden seien, um das Ende 2015 übernommene Franziskus Krankenhaus „mit seiner langen Tradition und seinen medizinischen Leistungen langfristig“ zu erhalten. Das Haus habe zu diesem Zeitpunkt 15 Millionen Euro Verluste geschrieben. Arbeitsplätze in nicht-medizinischen und nicht-pflegerischen Bereichen habe man reduzieren oder neu zuordnen und insgesamt 34 Beschäftigten betriebsbedingt kündigen müssen. Diesen seien „bei Interesse und Eignung Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten innerhalb des EVV oder in eigenen Dienstleistungsgesellschaften mit marktüblichen Tarifstrukturen und unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften angeboten“ worden, schreibt der EVV.

Anders als vom rbb dargestellt, habe der EVV gemeinsam mit der Mitarbeitervertretung des Krankenhauses für die gekündigten Mitarbeiter einen Sozialplan erarbeitet, um „faire Abfindungslösungen zu entwickeln“ und den im medizinischen und pflegerischen Bereich Beschäftigten „eine dauerhafte und stabile berufliche Perspektive zu sichern.“Insgesamt seien dafür knapp 1,2 Millionen Euro für Abfindungen und Freistellungen aufgewendet worden. Weiter heißt es in der Mitteilung, „entgegen der falschen Darstellung des rbb“ handele der EVV „nach den Arbeitsvertragsrichtlinien des Deutschen Caritasverbandes“.

Autor

 Mark Sleziona

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