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G-BA

Disease-Management-Programme überarbeitet

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Die Nachsorge soll im Disease-Management-Programms (DMP) Brustkrebs künftig eine größere Rolle spielen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschloss dazu am Donnerstag eine „vollständig überarbeitete“ Richtlinie. Künftig sollen die Neben- und Folgewirkungen der Therapie besser berücksichtigt werden. „Auf Grund von geänderten Leitlinienempfehlungen und unter Berücksichtigung des späten Wiederauftretens der Erkrankung ist eine Teilnahme am DMP Brustkrebs nun bis zu zehn Jahre möglich“, heißt es in einer Pressemitteilung des G-BA. „Das neue DMP sieht gezielte Maßnahmen zur Vermeidung von Folgeerkrankungen sowie eine stärkere Berücksichtigung psychosomatischer, psychischer und psychosozialer Aspekte im Rahmen der Langzeittherapie vor“, erklärte Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied des G-BA und Vorsitzende des Unterausschusses DMP. Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des G-BA, hatte in der Plenumssitzung lobend gesagt: „Ich danke allen, die an dem guten Ergebnis mitgearbeitet haben.“

Der G-BA nahm zudem im DMP „Diabetes mellitus Typ 2“ eine Aktualisierung zur Arzneimittelversorgung der Patienten vor und beauftragte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit Leitlinienrecherchen zu den geplanten neuen DMP Rheumatoide Arthritis und Osteoporose.

In Deutschland sind laut G-BA und Bundesversicherungsamt Stand Ende vergangenen Jahres 6,7 Millionen Versicherte in einem oder mehreren DMP eingeschrieben und 9.966 Programme zugelassen. In DMP können sich Patienten mit bestimmten chronischen Krankheiten über ihre Krankenkasse einschreiben lassen. „Damit werden sie ambulant und stationär auf dem aktuellen medizinischen Forschungsstand behandelt“, erklärt der G-BA. Ein koordiniertes Vorgehen solle dazu beitragen, unnötigen Komplikationen, Krankenhausaufenthalten und Folgeschäden vorzubeugen. Bisher hat der G-BA entsprechend den gesetzlichen Vorgaben die Anforderungen an DMP für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 und 2, Erkrankungen der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit, KHK), chronischen obstruktiven Atemwegserkrankungen (Asthma bronchiale und COPD) und Brustkrebs formuliert. 

Autor

Dr. Stephan Balling

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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