250
Passwort vergessen

Vorschlag für kommende Amtszeit

Spifa-Hauptgeschäftsführer für G-BA-Spitzenposten nominiert

  • News des Tages

Lars Lindemann, der Hauptgeschäftsführer des Spitzenverbandes der Fachärzte (Spifa), ist nach übereinstimmenden Medienberichten für die Spitze des künftigen Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) nominiert worden. Demnach haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) für Lindemann als einen der drei Unparteiischen beim G-BA ausgesprochen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung als erste berichtet hatte. Er soll nach dem Wunsch der Vertreter der Leistungserbringer in dem künftigen Führungstrio vertreten sein, das ab Juli 2018 seine Arbeit aufnimmt.

Lindemann war von 2009 bis 2013 Bundestagsabgeordneter für die FDP. Vor seinem Amtsantritt als Spifa-Hauptgeschäftsführer hat der Jurist bereits Kliniken und Medizinische Versorgungszentren geführt. Er ist nun einer der beiden Nominierten für den Posten als stellvertretender Vorsitzender. Die Kassen hatten bereit im vergangenen Jahr Uwe Deh, den ehemaligen Vorstand des AOK-Bundesverbandes, als Stellvertreter nominiert. Unparteiischer Vorsitzender des höchsten Gremiums der Selbstverwaltung soll Josef Hecken bleiben.

Der G-BA muss die Kandidaten ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit dem Bundesgesundheitsministerium vorschlagen. Das Ministerium übermittelt die Vorschläge dann an den Ausschuss für Gesundheit des Deutschen Bundestages. Bei Bedenken kann der Ausschuss einer Berufung mit einer Zweidrittel-Mehrheit widersprechen, sofern er die Unabhängigkeit oder die Unparteilichkeit der vorgeschlagenen Personen als nicht gewährleistet ansieht. Kritisch sieht beispielsweise der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery, die Nominierung. „Es ist völlig unverständlich, wie man das Leitungsgremium der Unparteiischen ohne einen einzigen Arzt, ausschließlich aus Juristen zusammensetzen kann“, sagte Montgomery am Donnerstag. Die BÄK werde sich deshalb an den Bundesgesundheitsminister und den Gesundheitsausschuss wenden.

Autor

 Hendrik Bensch

Zur Übersicht

Klinik-Newsletter abonnieren

Die wichtigsten News aus Krankenhäusern und der Gesundheitswirtschaft direkt in Ihr Postfach - täglich und kostenfrei!
Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich