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Treffen der Gesundheitsminister

G20 wollen Antibiotika auf Rezept

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Die Gesundheitsminister der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) haben sich bei einem Treffen in Berlin für einen strengen Einsatz von Antibiotika ausgesprochen. Sie fordern, dass die Behandlung mit Antibiotika weltweit „nur auf Rezept und durch Ausgabe von im Inland anerkannten Gesundheitsfachkräften erfolgen darf“, heißt es in einer gemeinsam Erklärung. Zudem sollen bis zum Jahr 2019 nationale Aktionspläne gegen Antibiotikaresistenzen auf den Weg gebracht werden. Bei dem Treffen am vergangenen Freitag und Samstag einigten sie sich zudem darauf, die unsachgemäße Anwendung von Antibiotika zu verringern, indem die Staaten stärker informieren, Gesundheitsfachkräfte ausbilden und geeignete diagnostische Instrumente fördern wollen.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe begrüßte die gemeinsame Erklärung: „Es ist ein wichtiger Durchbruch im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen, dass alle G20-Staaten zugesagt haben, bis Ende 2018 mit der Umsetzung Nationaler Aktionspläne zu beginnen, sich für eine Verschreibungspflicht stark machen und die Forschung vorantreiben wollen.“  Derzeit hat etwa ein Drittel der 194 Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen nationalen Aktionsplan gegen Antibiotikaresistenzen. Eine ähnliche Anzahl an Staaten arbeitet derzeit daran.

Autor

 Hendrik Bensch

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