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Aufruf an neue Koalition

Kliniken in NRW fordern kurzfristige Lösung für Investitionsstau

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Kurz vor der morgigen, ersten Sitzung des neuen Landtags in Nordrhein-Westfalen haben die Kliniken in NRW kurzfristige Investitionen in Krankenhäusern angemahnt. „Im Koalitionsvertrag von CDU und FDP muss deutlich werden, dass die Krankenhäuser als wichtiger Bestandteil der Daseinsvorsorge zur zentralen Infrastruktur des Landes gehören und entsprechend ihres Investitionsbedarfs gefördert werden“, erklärte der Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW), Jochen Brink. „Patienten und Mitarbeiter haben einen Anspruch auf moderne Geräte und Gebäude, die die qualitativ hochwertige Krankenhausversorgung im Land auch zukünftig sicherstellen“, sagte Brink bei der Mitgliederversammlung der Vertreter der NRW-Kliniken in Neuss am Dienstag.

In ihren Wahlprogrammen und bei öffentlichen Statements haben CDU und FDP Investitionen einschließlich eines kurzfristigen Entlastungsprogramms angekündigt. Die CDU hatte dabei einen dreistelligen Millionenbetrag in Aussicht gestellt. Derzeit liegt die jährliche Investitionslücke in Nordrhein-Westfalens Krankenhäusern bei einer Milliarde Euro, wie eine Studie des RWI – Leibnitz Institut für Wirtschaftsforschung ergeben hat. Insgesamt liegt der Investitionsstau laut der Untersuchung bei 12,5 Milliarden Euro.

Der ehemalige Gesundheitsminister NRW und CDU-Wahlkämpfer Karl-Josef Laumann hatte kürzlich seine Vorstellungen einer neuen Krankenhauspolitik in einem Gespräch mit dem Fachmagazin „f&w führen und wirtschaften im Krankenhaus“ skizziert. Darin hatte Laumann geäußert, dass es mehr Geld nur gäbe, wenn die Beteiligten zusammen mit der lokalen Politik Vorschläge machten, wie eine qualitativ hochwertige Versorgung gestaltet werden könne. KGNW-Präsident Brink wies nun auf die bisherigen Anstrengungen der Krankenhäuser in NRW hin. Zwischen 1995 und 2015 seien rund 20 Prozent der Betten abgebaut und die Zahl der Kliniken von 483 auf 352 reduziert worden. Die durchschnittliche Verweildauer der Patienten sei um rund 42 Prozent gesunken. Derzweit würden weitere rund 8.500 Betten abgebaut. „Die Krankenhäuser machen ihre Hausaufgaben“, so Brink. „Jetzt muss auch das Land endlich seiner Verpflichtung einer bedarfsgerechten Investitionsfinanzierung nachkommen.“

Autor

 Hendrik Bensch

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