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Nach gescheitertem Bürgerentscheid

Privatisierung in Aurich und Norden möglich

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Nachdem die Bürger den Bau einer Zentralklinik für Aurich, Emden und Norden in einem Bürgerentscheid ablehnten, scheint für die Zukunft eines Teils der betroffenen Standorte nun alles offen zu sein. Das erklärte der Landrat Uwe Weber laut eines Berichts der Emder Zeitung. Auch eine Privatisierung der Krankenhäuser in Aurich und Norden (Ubbo-Emmius-Klinik) sei demnach nicht mehr grundsätzlich ausgeschlossen. Private Interessenten hätten bereits Kontakt mit dem Landkreis aufgenommen.

Der ursprünglich von den drei beteiligten Kliniken geplante Bau einer gemeinsamen Zentralklinik hätte die Schließung der alten Krankenhausstandorte bedeutet. So hatten es die Kliniken, die sich erst Anfang des Jahres für dieses Ziel zu einem Verbund zusammengeschlossen haben, in ihrem Konsortialvertrag festgehalten. Der Vertrag müsse nun neu aufgelegt werden, so Weber gegenüber der Zeitung. Das bislang unbeteiligte Krankenhaus in Wittmund käme für den Lokalpolitiker dabei als neuer Kooperationspartner infrage.

Die hinter den Plänen für eine Zentralklinik stehende neue Trägergesellschaft Zentralklinikum Aurich-Emden-Norden kündigte bereits vor dem Bürgerentscheid harte Einsparmaßnahmen an für den Fall, dass ihr Vorschlag an der Wahlurne scheitere. "Ein möglicher Verkauf an einen privaten Klinikbetreiber wäre aus Sicht der Geschäftsführung eine wahrscheinliche Variante", heißt es in einer Mitteilung. Die bestehenden Probleme seien erdrückend: Fachkräftemangel insbesondere unter den Medizinern und zahlreiche Doppelstrukturen wie Operationssäle, Apotheken und Küchen machten dem Verbund zu schaffen. "Wir reden über Szenarien, mit denen es gelingt, die Verluste zu reduzieren", sagte der Sprecher der Geschäftsführung der Trägergesellschaft, Claus Eppmann.

Autor

 Peter Carqueville

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