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Gesundheitswissen in Deutschland verbessern

Allianz für Gesundheitskompetenz gegründet

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Vertreter aus Politik sowie von Verbänden und Organisationen aus dem Gesundheitswesen haben heute in Berlin eine gemeinsame Erklärung zur Gründung einer „Allianz für Gesundheitskompetenz“ unterzeichnet. Zu der Allianz gehören unter anderem das Bundesgesundheitsministerium (BMG), die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der GKV-Spitzenverband sowie weitere zwölf Partner. Sie verpflichten sich mit ihrer Unterschrift dazu, in ihrem Bereich Maßnahmen für ein besseres Gesundheitswissen zu entwickeln und umzusetzen. „Es ist nicht immer einfach, im Dickicht der oft unverständlichen Gesundheitsinformationen den Durchblick zu bewahren“, sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Nötig sei daher ein gemeinsamer Kraftakt der Beteiligten im Gesundheitswesen.

Laut einer aktuellen Studie der Universität Bielefeld verfügt mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland (rund 54 Prozent) nur über eine „eingeschränkte Gesundheitskompetenz“. Sie haben Schwierigkeiten, gesundheitsbezogene Informationen zu finden, sie zu bewerten und die richtigen Entscheidungen für eine gesunde Lebensweise oder zur Krankheitsbewältigung zu treffen. Dies betrifft nach den Untersuchungsergebnissen insbesondere ältere Menschen sowie Menschen mit chronischer Erkrankung, geringem Bildungsstatus oder Migrationshintergrund.

Wie die Gesundheitskompetenz in Krankenhäusern gestärkt werden kann, zeigt etwa das Projekt „Keine Keime“. www.keine-keime.de. Ziel des Projekts ist es, Mitarbeiter, Patienten und die Öffentlichkeit über Keime, Krankenhaushygiene und wirksame Schutzmaßnahmen wie Handhygiene aufzuklären. Dies geschieht zum Beispiel anhand von Broschüren, Plakaten, Videos oder Ausstellungsformaten. In einer Online-Sprechstunde besteht zudem die Möglichkeit, Experten Fragen zu stellen. DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum lobte das von der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen entwickelte Angebot: „Solche Projekte verbessern die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung und machen deutlich, dass viele Probleme nur in einem Gesundheitssystem, das den Patienten dauerhaft als gleichberechtigten Akteur anerkennt, gelöst werden können.“

Bei der Veranstaltung in Berlin teilte Bundesgesundheitsminister Gröhe zudem mit, das BMG habe das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen damit beauftragt, bis 2018 ein Konzept für ein Nationales Gesundheitsportal zu erarbeiten. Das Portal soll „vertrauenswürdige, wissenschaftlich belegte und unabhängige Gesundheitsinformationen zusammenführen“, teilte das BMG mit.

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