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Kosten für Krebsmedikamente

Pharma-Verband weist Barmer-Kritik zurück

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"Wir haben kein Problem der Finanzierung" – Frank Mathias, Vorsitzender des Bereichs Biotechnologie im Pharma-Verband VFA hat die Kritik der Barmer-Krankenkasse an zu hohen Preisen für Krebsmedikamente zurückgewiesen. Der Anteil der Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für onkologische Präparate an den Gesamtausgaben der GKV betrage lediglich 2,2 Prozent, sagte Mathias bei der Präsentation der Studie "Medizinische Biotechnologie 2017" am Montagvormittag in Berlin. Der Report wurde gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Boston Consulting Group (BCG) erstellt.

Mathias verwies auf medizinische Erfolge. Die Behandlung einer Reihe von Krebsarten führe heute zu deutlich höheren Überlebenschancen der Patienten als von 40 Jahren. Bei den neuen Medikamenten liege die Quote der Biopharmazeutika mittlerweile bei 37 Prozent, so hoch wie nie zuvor. Insgesamt seien 2016 38 neue Präparate auf den Markt gekommen, davon seien zwölf Biopharmazeutika und drei Biosimilars gewesen.

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hatte bereits im Jahr 2015 mit seinem Buch „Krebsindustrie“ auf die hohen Kosten neuer Therapien in der Onkologie hingewiesen. In einem Gastbeitrag für das Magazin „f&w führen und wirtschaften im Krankenhaus“ kritisierte ihn daraufhin der Leiter der Abteilung Gesundheitsökonomie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg, Michael Schlander. Lauterbachs Ausführungen vermittelten "den Eindruck eines tief greifenden Unverständnisses für die ökonomische Logik der Pharmaindustrie im Allgemeinen und der Arzneimittelforschung im Besonderen", so Schlander .  

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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