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Deutschlandpremiere am UKSH

Kinderklinik setzt erstmals menschenähnliche Roboter ein

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Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin II des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, hat als erste Kinderklinik in Deutschland ein Projekt mit menschenähnlichen Robotern gestartet. Das UKSH will dabei testen, inwiefern der Roboter junge Patienten und Pflegekräfte unterstützen kann. Die menschenähnliche Maschine kann unter anderem bei Fitnessübungen motivieren und daran erinnern, Medikamente einzunehmen oder zu trinken. Auch singen, tanzen und Geschichten erzählen kann der Roboter.

Das UKSH wird bei dem Projekt zwei „Zoras“ einsetzen. Die niederländische Abkürzung steht für „Zorg Ouderen Revalidatie en Animatie“ und bedeutet: Altenpflege, Rehabilitation und Animation. Zum Projektstart soll der 59 Zentimeter große und rund 4,5 Kilo schwere Roboter Klinikclowns bei ihrer Visite auf den Stationen der Kinderklinik begleiten und unterstützen. Der Roboter soll für Abwechslung vom Krankenhausalltag sorgen und Berührungsängste abbauen. Zusammen mit Physiotherapeuten soll er zudem helfen, Kindern therapeutische Übungen nahezubringen und zu motivieren. Auch bei älteren Patienten auf der neurogeriatrischen Station könnte er helfen.

Darüber hinaus testet das UKSH Zora bei einem Autismus-Projekt. Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen fällt es häufig leichter, mit Dingen zu kommunizieren. In dem Projekt soll nun geprüft werden, inwieweit der Roboter die Kinder bei ihrer Therapie unterstützen kann. Denkbar ist außerdem, dass Zora einfache Übersetzungen bei ausländischen Patienten übernimmt.

Langfristig will das UKSH weitere Einsatzmöglichkeiten prüfen. „Wir sind jetzt in der Startphase, in der wir Schritt für Schritt lernen wollen, an welchen Stellen Zora sinnvoll unterstützen kann“, sagt Ulrich Stephani, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin II und Vorstandsmitglied für Forschung und Lehre. „Dabei geht es immer um das Wohl unserer Patienten und eine Unterstützung unserer Mitarbeiter. Sicher ist schon jetzt: Qualifiziertes Personal ersetzen, kann keine Maschine.“

Autor

 Hendrik Bensch

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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