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Geriatrie

Altersmediziner kritisieren „undifferenzierten“ Barmer-Krankenhausreport

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Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) weist die Kritik der Barmer an der Behandlung hochbetagter Patienten in Krankenhäusern zurück. Die Krankenkasse beklage „pauschal“ steigende Kosten, bemängele eine zu hohe Pflegebedürftigkeit nach einem Krankenhausaufenthalt und betrachte die Ursachen „undifferenziert“. „Dieser grob vereinfachenden Darstellung müssen wir widersprechen“, so DGG-Präsident Jürgen M. Bauer.

Mit der Kritik reagiert die DGG auf den Barmer Krankenhausreport, den der Barmer-Vorstandsvorsitzende Christoph Straub vergangene Woche vorgestellt hatte. Straub bemängelte, dass finanzielle Anreize dafür sorgen könnten, Patienten länger als nötig oder kürzer als erforderlich im Krankenhaus zu versorgen. Immer mehr Patienten würden im Zuge einer geriatrischen frührehabilitativen Komplexbehandlung nach mindestens 14 Tagen entlassen. Straub führt dies darauf zurück, dass eine höhere Pauschale abgerechnet werden könne, wenn ein Patient mindestens 14 Tage im Krankenhaus versorgt werde.

DGG-Präsident Bauer wehrt sich gegen diese Darstellungen. „Diese suggerieren der Öffentlichkeit, dass für die Geriatrie finanzielle Interessen im Vordergrund stehen und nicht der individuelle Behandlungsbedarf der Patienten“, so Bauer. Zudem kritisierte er den Vergleich von Patienten der Akut-Geriatrie mit Patienten der Reha-Geriatrie. So seien Patienten in der Frührehabilitation in der Regel wesentlich stärker körperlich beeinträchtigt als Reha-Patienten. Zudem hätten sie therapiebedürftige Erkrankungen, die für ihre Behandlung ein Krankenhaus erforderten. Es handele sich also „um zwei gänzlich unterschiedliche Patientengruppen, die nicht ohne Weiteres miteinander zu vergleichen sind. Schon gar nicht bei der Bewertung des Reha-Erfolgs.“

Autor

 Hendrik Bensch

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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