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Gemeinsamer Bundesausschuss

Zwei Medizinerinnen nominiert

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Die neuen Kandidaten für das Amt der unparteiischen Mitglieder im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) stehen fest: Die Krankenkassen werden dem Vernehmen nach die Ärztin Monika Lelgemann vorschlagen. Der Verwaltungsrat des GKV-Spitzenverbandes will diese Personalie heute beschließen. Kandidatin der Vertreter von Ärzten, Zahnärzten und Krankenhäusern soll die Medizinerin Elisabeth Pott werden, wie die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) BibliomedManager bestätigte.

Die Humanmedizinerin Monika Lelgemann hat unter anderem das Health Technology Assessment der Universität Bremen geführt und leitete den Bereich „Evidenzbasierte Medizin“ beim Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund (MDS). Bis Anfang dieses Jahres war sie kommissarische Leiterin des Bremer Gesundheitsamts. Elisabeth Pott leitete drei Jahrzehnte lang die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und erhielt 2007 eine Honorarprofessur im Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung des Zentrums für Öffentliche Gesundheitspflege an der Medizinischen Hochschule Hannover. 2015 ging sie in den Ruhestand und ist seitdem ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung.

Die beiden ersten Kandidaten für das Amt beim höchsten Selbstverwaltungsgremium im Gesundheitswesen hatte der Gesundheitsausschuss des Bundestags im Juni abgelehnt. Grund hierfür war, dass sie nicht als unparteiisch angesehen wurden. Auch dass beide Kandidaten männlich waren, spielte eine Rolle.

Für die neue Kandidatin der Leistungserbringer sieht der DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum nun gute Chancen: „Die Qualifikation von Frau Prof. Dr.  Pott ist unbestritten.“ Als Ärztin und mit 30-jähriger Tätigkeit als Leiterin und Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verfüge sie über umfassende Erfahrung und Kenntnisse aus dem gesamten medizinischen Versorgungssystem. „An ihrer Unabhängigkeit ist  in keiner  Weise zu zweifeln, so dass die Leistungserbringer davon ausgehen, dass dem Vorschlag gefolgt wird.“

Die Vorschläge müssen nun kommende Woche an das Bundesgesundheitsministerium übermittelt werden. Nach der Prüfung durch das Ministerium muss der Gesundheitsausschuss erneut abstimmen.

Autor

 Hendrik Bensch

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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