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Baden-Württemberg

Uniklinken verlangen eine Milliarde Euro mehr

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Die Klinik-Chefs der Unikliniken in Baden-Württemberg haben in einem Brief an das Staatsministerium des Bundeslandes ein Sonderprogramm gefordert. Neben den bisherigen Investitionszuschüssen sei für die baden-württembergische Hochschulmedizin ein Gesamtvolumen von jährlich 200 Millionen Euro für die kommenden fünf Jahre „dringend erforderlich“, heißt es in dem Schreiben, das BibliomedManager vorliegt. „Der Investitions- und Sanierungsstau an den Universitätsklinika und Medizinischen Fakultäten Baden-Württemberg bedroht die Leistungsfähigkeit der Einrichtungen existenziell“, beklagen die Klinik-Chefs in dem Brief. Allein bis 2022 hätten die Uniklinika-Standorte in Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm einen Investitionsbedarf von 3,178 Milliarden Euro.

Trotz Landeszuschuss und hohem Einsatz von Eigenmitteln habe sich der Investitions- und Sanierungsstau Jahr für Jahr erhöht. Wenn es nicht gelinge, diese Entwicklung zu stoppen, werde die baden-württembergische Hochschulmedizin ihre Spitzenstellung verlieren, heißt es in dem mit „Hilferuf!“ betitelten Schreiben. „Die Gefahr besteht außerdem, dass der Auftrag in Forschung, Lehre und Krankenversorgung nicht mehr erfüllt werden kann.“

Die Universitätskliniken schlagen deshalb vor, ein Sondervermögen nach dem Vorbild Niedersachsens einzurichten. Dort hatte der Landtag Mitte Mai beschlossen, der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) 600 Millionen Euro bereitzustellen.

Autor

 Hendrik Bensch

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