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Gemeinsamer Bundesausschuss

Vorgaben für Perinatalzentren und Erprobungs-Richtlinien beschlossen

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Alle perinatologischen Einrichtungen werden zukünftig jährlich befragt, inwieweit sie die Anforderungen an die Versorgung von Früh- und Reifgeborenen erfüllen. Die übermittelten Angaben werden standortbezogen ausgewertet und – gemeinsam mit einem zusammenfassenden Bericht – auf der Internetseite www.perinatalzentren.org veröffentlicht. Die Änderungen der Qualitätssicherungs-Richtlinie Früh- und Reifgeborene hierzu hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) heute in Berlin beschlossen.

Die Erstfassung der Daten, die jährlich abgefragt werden, wird der G-BA bis zum 31. Oktober 2018 beschließen. Als Datengrundlage für die Erfassungsjahre 2017 und 2018 dienen die Checklisten für das Nachweisverfahren zur Erfüllung der Qualitätsanforderungen an Perinatalzentren und Perinatale Schwerpunkte, die der G-BA für diesen Zweck in einigen Punkten geändert hat.

Das Bundesgesundheitsministerium wird nun die Änderung der Richtlinie prüfen. Sie tritt dann unmittelbar nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger weitestgehend in Kraft. Die geänderte Anlage mit den Checklisten für das Nachweisverfahren zur Erfüllung von Qualitätsanforderungen ist für den 1. Januar 2018 vorgesehen.

Hintergrund für die Strukturabfrage sind die verpflichtenden Personalanforderungen an die Intensivpflege in Perinatalzentren. Der G-BA hatte dazu im Dezember vergangenen Jahres eine Übergangsregelung beschlossen. Danach können Perinatalzentren, die die Vorgaben nicht erfüllen, maximal bis Ende 2019 davon abweichen. Sie müssen dies dann dem G-BA unverzüglich melden.

Der G-BA beschloss heute zudem, dass für drei Methoden ein Beratungsverfahren für eine Erprobungs-Richtlinie eingeleitet werden soll. Dabei handelt es sich zum einen um den molekularen Genexpressionstest zur Überwachung von Niedrigrisiko-Patienten nach einer Herztransplantation hinsichtlich akuter zellulärer Abstoßungsreaktion. Ein Beratungsverfahren soll es ebenfalls für die transkutane Vagusnervstimulation zur Behandlung von Patienten mit pharmakoresistenter Epilepsie, die für einen epilepsiechirurgischen Eingriff ungeeignet sind oder diesen ablehnen, geben. Gleiches gilt für Tumortherapiefelder beim neu diagnostizierten Glioblastom. Für alle drei Methoden hatte der G-BA das Potenzial einer erforderlichen Behandlungsalternative festgestellt.

Autor

 Hendrik Bensch

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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