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Elektronischen Gesundheitsakte

TK und Krankenhäuser entwickeln Patientenakte

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Die Techniker Krankenkasse (TK) und IBM Deutschland werden künftig für die Entwicklung einer elektronischen Gesundheitsakte (eGA) mit Krankenhäusern zusammenarbeiten. Die Helios Kliniken, Agaplesion, Vivantes und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) haben ihre Kooperation zugesichert, teilte die TK gestern mit. Zudem arbeitet die TK mit dem Universitätsklinikum Heidelberg daran, ihre bereits bestehende Patientenakte mit der eGA zu vernetzen.

Durch die Zusammenarbeit wollen TK, IBM und die Krankenhausträger „allgemeingültige Standards für die Einbindung von Diagnose- und Behandlungsdaten“ in die eGA erarbeiten, heißt es in einer TK-Pressemitteilung. „Die Projektpartner haben die Kraft, Standards zu setzen, die im Gesundheitssystem dringend gebraucht werden“, so der Agaplesion-Vorstandsvorsitzende Markus Horneber. Geplant ist, im Laufe des kommenden Jahres mit einer ersten Ausbaustufe der eGA zu starten. Neben der TK arbeitet derzeit auch die AOK an einer elektronischen Patientenakte. Projektpartner sind dabei Sana und Vivantes. Kürzlich hatten außerdem der Verband der Universitätsklinika (VUD) und der Medizinische Fakultätentag (MFT) angekündigt, eine eigene elektronische Patientenakte zu entwickeln.

Die TK will ihren Versicherten mit der elektronischen Gesundheitsakte ermöglichen, jederzeit auf ihre Gesundheitsdaten zuzugreifen. Versicherte sollen dabei frei entscheiden können, ob sie das Angebot nutzen und wer auf die Daten zugreifen kann. Durch die elektronische Gesundheitsakte sollen zukünftig weitere Akteure im Gesundheitswesen wie Hausärzte, Pflegeeinrichtungen, aber auch weitere Krankenkassen oder Krankenhausträger einbezogen werden. Langfristig sollen die Gesundheitsdaten dabei helfen, die Diagnostik und Behandlung zu verbessern. Agaplesion kündigte an, mithilfe der Daten außerdem die Logistik und Medikation zu optimieren. Daran arbeitet der christliche Gesundheitskonzern derzeit in verschiedenen Pilotprojekten.

Hinter der neuen Zusammenarbeit bei der eGA steckt auch die Hoffnung, eine neue Plattform im Gesundheitssystem zu schaffen. Da es bislang keine digitale Plattform mit standardisierten Schnittstellen zwischen den einzelnen Akteuren im Gesundheitswesen gibt, können hier noch neue Standards gesetzt und damit ein neues Geschäftsmodell etabliert werden. „Durch die Kooperation mit TK und IBM Deutschland können wir nun aktiv bei der Entwicklung einer solchen Plattform mitwirken“, so Oliver Fabry, Leiter der Informationstechnologie bei Agaplesion. Der christliche Gesundheitskonzern prüfe daher, wie sich konzerninterne Patientendaten in die elektronische Gesundheitsakte von IBM Deutschland einbinden ließen.

Autor

 Hendrik Bensch

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