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Kritik der Bertelsmann-Stiftung

Gesundheits-Apps werden unzureichend gefördert

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Die Bertelsmann-Stiftung fordert ein neues Förderprogramm für digitale Health-Angebote. Bestehende Wirtschaftsförderungsprogramme und auch der Innovationsfonds seien nicht ausreichend auf die Bedarfe entsprechender Anbieter zugeschnitten, kritisiert die Stiftung heute in einer Pressemitteilung. Obwohl die Zahl innovativer Digital-Health-Anwendungen kontinuierlich steige, gelinge es dem deutschen Gesundheitssystem noch nicht, diese systematisch zu identifizieren und in die Gesundheitsversorgung zu überführen. Der Nutzennachweis sei dabei die größte Hürde, sagt Timo Thranberend, Projektleiter bei der Bertelsmann Stiftung. Dazu kämen die mangelnde Evidenz für die Wirksamkeit, Unsicherheit über mögliche Finanzierungswege oder die Regelungsvielfalt der Medizinproduktezertifizierung. Durch den gehemmten Innovationstransfer würden die Potenziale der Anwendungen für Qualität und Effizienz der Versorgung und das Gesundheitshandeln der Patienten nicht ausgeschöpft. Zudem würden sich viele Anbieter ausländischen Märkten zuwenden. 

In ihrer Analyse hat die Bertelsmann-Stiftung sieben Wirtschaftsförderungsprogramme untersucht, darunter Landesprogramme und den High-Tech-Gründerfonds. „Diese Programme ermöglichen zwar eine Förderung von Digital Health, das Thema ist allerdings nicht spezifisch adressiert“, heißt es. Zudem stellten sie hohe Anforderungen an das Marktpotenzial und die wirtschaftliche Entwicklung. Auch seien klinische Studien zum Nutzennachweis meist nicht förderfähig. Kritisch bewertet die Bertelsmann-Stiftung in diesem Zusammenhang auch den neuen Innovationsfonds. „Für Start-ups, häufig Anbieter von Digital-Health-Anwendungen, ist eine Förderung als Hauptantragssteller kaum realisierbar“, sagt Studienleiter Karsten Knöppler. 

Autor

 Florian Albert

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