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Patientenverfügung

Notfallmediziner fordern bessere Aufklärung über Vollmacht

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Nur jeder zweite Intensivpatient in Deutschland verfügt über eine Vorsorgevollmacht oder eine Patientenverfügung. Das geht aus einer Studie des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) hervor. Demnach verfügten 51 Prozent über eine Vorsorgevollmacht oder eine Patientenverfügung. „Damit können wir Ärzte viele Patienten weder juristisch abgesichert noch zweifelsfrei in ihrem Sinne behandeln“, sagte Studienleiter Stefan Kluge, Direktor der UKE-Klinik für Intensivmedizin. Das Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) fordert deshalb eine bessere Aufklärung über das Thema. „Auch Krankenkassen und Hausärzte sind in der Pflicht, Patienten zu den notwenigen Vollmachten umfassend zu informieren“, so Kluge.

Die Studie zeigt überdies Schwächen bei den ausgefüllten Dokumenten auf: 40 Prozent aller vorliegenden Vorsorgevollmachten sowie 44 Prozent aller Patientenverfügungen waren unvollständig und ließen sich nur schwer oder gar nicht interpretieren. Zu den Schwierigkeiten solcher unklaren Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten hatte der Bundesgerichtshof im vergangenen Jahr Stellung genommen, die das Fachmagazin „Pflege- & Krankenhausrecht“ in seiner April-Ausgabe erläuterte.

Autor

 Hendrik Bensch

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