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Krankenhaus-Schließung

Aus für Marienhaus Klinikum Dillingen

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Die Marienhaus-Unternehmensgruppe will nach dem angekündigten Aus für den saarländischen Krankenhausstandort Wadern auch das Klinikum in Dillingen schließen. Das habe das Unternehmen am Mittwoch mitgeteilt, schreibt die Saarbrücker Zeitung. Bis Anfang 2019 werde das 113-Bettenhaus dichtmachen. Der größte Teil der Betten solle ins Marienhaus-Klinikum Saarlouis, mit dem das Dillinger Klinikum erst vor fünf Jahren fusioniert hatte, verlagert werden. Für die dort „notwendigen Umbauten sowie zur Abfederung sozialer Härten haben Land, Träger und Kassen beim Bundesversicherungsamt in Berlin rund sechs Millionen Euro an Förderung beantragt“, schreibt die Zeitung.  

Ein Grund für den Abriss des Krankenhauses in Dillingen sei dessen schlechte Bausubstanz, so Marienhaus-Chef Heinz-Jürgen Scheid. Laut Saarlands Gesundheitsstaatssektretär Stephan Kolling (CDU) sei die Aufgabe des Standorts schon seit Jahren in der Diskussion. Der Krankenhausplan für die Jahre 2018 bis 2025 werde aber die Versorgung in Stadt und Land sicherstellen. Die Opposition kritisiere die Schließung als einen „Alleingang“, der „überaus überraschend“ sei. Der Träger, die Marienhaus Kliniken GmbH, solle die Entscheidung noch einmal überdenken. Dillingens Bürgermeister Franz-Josef Berg bezeichne die geplante Schließung als „großen Verlust für die Stadt“. Neu angesiedelt werden soll ab 2018 dafür unter anderem ein Medizinisches Gesundheitszentrums (MVZ) mit Fachärzten der Inneren Medizin.

Nachdem im Juni die Schließung des Krankenhauses in Wadern bekannt geworden war, hatte das saarländische Gesundheitsministerium angekündigt, zu prüfen, ob eine „Nordsaarland-Klinik“ angesiedelt werden kann.

Autor

 Mark Sleziona

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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