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Kritik an GKV-Überschüssen

VKD: „Eine Krankenkasse ist keine Sparkasse“

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Angesichts der weiter steigenden Überschüsse der Gesetzlichen Krankenversicherung hat der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) die Rechungsprüfungen der gesetzlichen Krankenkassen scharf kritisiert. Während die Krankenkassen mittlerweile eine Finanzreserve in Höhe von 17,5 Milliarden Euro erwirtschaftet hätten, gebe es offenbar auch „immer agressivere[n] Rechnungskürzungen, mit denen die Krankenhäuser konfrontiert werden“, teilte der VKD am Freitag mit. In vielen Fällen gehe es den Kassenprüfern nicht um Qualität oder die angeblich falsche Berechnung von Leistungen. Stattdessen gehe es darum, in Frage zu stellen, ob Behandlungen und stationäre Aufenthalten notwendig seien, um Leistungen nicht zahlen zu müssen. „Dies sind Auswüchse des Wettbewerbs auf dem Rücken der Patienten, der Beschäftigten und der Krankenhäuser“, so VKD-Präsident Josef Düllings.

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass die gesetzlichen Krankenkassen im ersten Halbjahr dieses Jahres einen Überschuss von 1,4 Milliarden Euro erzielt haben. Zudem befinden sich derzeit 9,1 Milliarden Euro im Gesundheitsfonds. Der VKD kritisiert dieses Finanzpolster in Milliardenhöhe. „Eine Krankenkasse ist keine Sparkasse“, erklärte Düllings. Der größte Teil der Mittel müsse in die Patientenversorgung fließen. „Dass dies nicht geschieht, empört uns!“, so der VKD-Präsident. Es sei außerdem „geradezu absurd“, wenn Zusatzbeiträge erhoben würden, für die Finanzreserve dann aber Negativzinsen zu zahlen seien.

Autor

 Hendrik Bensch

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