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Notfallversorgung

Ärzte und AOK befürworten Konzept des Sachverständigenrats

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Das Notfallversorgungs-Konzept des Sachverständigenrats Gesundheit ist bei der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) und dem AOK-Bundesverband auf Zustimmung gestoßen. „Die Grundrichtung stimmt und findet unsere Zustimmung“, erklärte der MB-Vorsitzende Rudolf Henke. Zentrale Anlaufstellen und ein koordiniertes Vorgehen der Beteiligten könnten die Notaufnahmen der Krankenhäuser entlasten und eine „medizinisch sinnvolle Inanspruchnahme der Notfallversorgung“ fördern. Auch der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, hält die vorgeschlagenen Anlaufstellen für sinnvoll: „Solche zentralen Anlaufstellen könnten die heutige Trennung in ärztlichen Bereitschaftsdienst und Notfallambulanzen überwinden.“

Der Sachverständigenrat hatte gestern sein Konzept für eine Reform der Notfallversorgung vorgestellt. Es sieht unter anderem eine einheitliche Leitstelle statt der bisher getrennten Rufnummern 112 und 116117 vor. Dort sollen qualifizierte Ärzte eine Ersteinschätzung vornehmen. Im Krankenhaus sollen die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und die Krankenhäuser gemeinsam Integrierte Notfallzentren (INZ) gründen und tragen.

Kritisch sieht der AOK-Vorstandsvorsitzende Litsch an dem Konzept, dass allein die Länder einen Bedarfsplan für die Notfallversorgung erstellen sollen. Wichtige Fragen zur Sicherstellung und Steuerung blieben damit offen. Offen ist zudem aus Sicht des Marburger Bundes, wie bei einer Rund-um-die-Uhr-Versorgung das Patientenaufkommen in den Integrierten Notfallzentren bewältigt werden könne.

Sowohl die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) als auch Johann-Magnus von Stackelberg, stellvertretender Vorsitzender des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-SV), hatten den Vorschlag des Sachverständigenrats gestern kritisiert. Stackelberg warnte vor einem dritten Versorgungssektor (neben KV-System und Kliniken) und verwies auf die schlechten Erfahrungen bei der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) mit gemeinsamen Verantwortlichkeiten.

Autor

 Hendrik Bensch

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