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Biersdorfer Krankenhausgespräche

Kliniken warnen vor Engpässen bei Frühchenversorgung

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Die Personalvorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) für die Neonatologie drohen nach Ansicht des Geschäftsführers des Klinikums Dortmund, Rudolf Mintrop, dazu zu führen, dass Krankenhäuser in diesem Bereich ihre Kapazitäten deckeln und Eltern mit Frühchen abweisen müssen. Sollte der G-BA die erst im März vorläufig ausgesetzte Richtlinie tatsächlich umsetzen, werde dies die Versorgung erheblich verschlechtern können. Krankenhäusern würden dann Eltern nicht mehr zusagen können, dass in diesem Haus entbunden werden könne. Dieses Problem werde auch dadurch verschärft, dass nicht nur ein Krankenhaus, sondern alle betroffenen Kliniken eine gleichzeitige Kapazitätsreduzierung vornehmen würden. „Ich bin nicht sicher, ob das so kommt oder so kommen kann“, erklärte Mintrop heute auf den Biersdorfer Krankenhausgesprächen. Auch das Klinikum Dortmund habe dem G-BA zum Jahresende vermeldet, dass es die vorgegebenen Stellen in der Pflege trotz deutlichen Personalaufbaus wegen Personalmangels nicht besetzen könne. Ohne die im Frühjahr beschlossene Übergangsregelung wäre es in der Perinatalmedizin bereits in diesem Jahr zu Beeinträchtigungen gekommen, so Mintrop. 

Mintrop kritisierte zudem die nun angestoßenen politischen Vorhaben zur Einführung von Mindestpersonalvorgaben in der Pflege. „Das werden auch die Höchstpersonalbesetzungen sein“, prophezeite er. Wenn es bei dem im Gutachten der Expertenkommission Pflege errechneten 6.000 neuen Pflegekräften auch zu umfassenden und kleinteiligen Nachweispflicht wie bei der Neonatologie-Richtlinie komme, werde diese Höherbesetzung auf Kosten der Dokumentation gehen. Rechtswalt Bernd Halbe kritisierte indes die Methodik des Gutachtens: „Die Datenlage ist eindeutig zu dünn.“

Autor

 Florian Albert

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