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Kleine Anfrage

Regierung skeptisch bei Praxiskliniken

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Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) von Minister Hermann Gröhe (CDU) warnt davor, zu große Hoffnungen in das Modell der Praxiskliniken zu setzen, um ambulanten und stationären Sektor zu vernetzen. Es „müsse beachtet werden, dass in den Praxiskliniken nicht Strukturen aufgebaut würden, die über den bestehenden Versorgungsbedarf hinausgingen“, heißt es in der Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke, über die der Bundestags-Informationsdienst am Dienstag berichtete.

Allerdings lehnt das BMG Praxiskliniken nicht generell ab. Auch in der nächsten Legislaturperiode werde das BMG „den notwendigen Anpassungsbedarf der rechtlichen Rahmenbedingungen an der Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Versorgung prüfen", heißt es in der Antwort weiter. Dies schließe die Versorgungsform der Praxiskliniken mit Blick auf die Bemühungen um eine sektorenübergreifende Versorgung ein.

Zuletzt hatte auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) das Konzept ins Spiel gebracht. Der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen forderte im Interview des Fachmagazins „f&w führen und wirtschaften im Krankenhaus“ (Septemberausgabe) jüngst, kleine Kliniken in solche Strukturen umzuwandeln. Gassen: „Dort ergibt es Sinn, Einrichtungen auf eine ambulante Struktur zu reduzieren, durchaus auch mit einigen Back-up-Betten für Patienten, die ein oder zwei Nächte stationär behandelt werden müssen, ohne dass die Struktur eines Maximal­versorgers nötig ist.“

Autor

Dr. Stephan Balling

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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