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BMVZ fordert Gleichbehandlung mit Niedergelassenen

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Der Bundesverband MVZ fordert mit Blick auf Honorar und Vergütung gleiche Bedingungen wie für niedergelassene Ärzte. Das machten Vorstandsmitglieder des Verbandes heute beim Praktikerkongress in Berlin deutlich. So forderte der neue BMVZ-Vorstandsvorsitzende Peter Velling „Honorargerechtigkeit“ ein. „Es muss das Prinzip gelten, dass alle Ärzte mit der gleichen Qualifikation für ihre Leistung das gleiche Geld kriegen“, so Velling. Hierfür sollten sich die angestellten Ärzte in den beratenden Fachausschüssen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) einsetzen.

Auch bei der Fallzählung erhofft sich der BMVZ künftig eine stärkere Angleichung an die Regelungen für niedergelassene Ärzten. Wenn derzeit Patienten niedergelassene Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen in einem Ärztehaus aufsuchen, werden die unterschiedlichen Fälle einzeln bezahlt. In einem MVZ würden die unterschiedlichen Behandlungen hingegen wie ein Fall behandelt und geringer vergütet, beklagt der Verband. Je nach KV-Region gebe es zwar unterschiedliche Kompensationsmechanismen. Diese lehnt der BMVZ jedoch ab. „Wir wollen eine Gleichbehandlung mit den niedergelassenen Kollegen“, erklärte Vorstandsmitglied Bernd Köppl. In der Weiterbildung fordert der Verband die Möglichkeit einer Institutsweiterbildung für die MVZ, ähnlich wie sie in den Krankenhäusern umgesetzt wird.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sprach sich bei der Veranstaltung für ein „deutliches Mehr an Vernetzung“ aus und verwies dabei auch auf Projekte des Innovationsfonds, an dem sich MVZ beteiligen. Hier erhofft er sich, dass sich MVZs auch zukünftig an Projekten des Innovationsfonds beteiligen werden.

Der Zahl der MVZ ist in den vergangenen Jahren weiter angestiegen. 2016 lag sie bei 2.490. Die Anzahl der MVZ in Krankenhausträgerschaft liegt mittlerweile bei 1.010; 2010 waren es erst 647. Auch der Anteil der Ärzte, die in MVs angestellt sind, hat sich erhöht: Lag der Anteil 2010 noch bei 6,5 Prozent, waren es 2016 schon 11,2 Prozent.

Autor

 Hendrik Bensch

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