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Bundestagswahl

Gesundheitspolitiker verteidigen Direktmandate

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Wichtige Gesundheitspolitiker der bisher im Parlament vertretenen Parteien haben ihre Bundestagsmandate verteidigt. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) gewann seinen Wahlkreis Neuss I mit 44 Prozent deutlich mit 15,4 Prozentpunkten vor seinem SPD-Herausforderer. Finanzstaatssekretär Jens Spahn, der auch Vorsitzender des CDU-Bundesfachausschusses Gesundheit ist, holte seinen Wahlkreis Steinfurt I - Borken I mit 51,2 Prozent. Der bisher stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Karl Lauterbach holte das Direktmandat im Wahlkreis Leverkusen-Köln IV mit 38,7 Prozent, acht Prozentpunkte vor seinem Gegner von der CDU. Der Vorsitzende des Bundestags-Gesundheitsausschusses Edgar Franke (SPD) verteidigte sein Mandat im Schwalm-Eder-Kreis mit 37,7 Prozent vor seinem CDU-Herausforderer. 

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Hilde Mattheis verlor ihren Wahlkreis wie bereits 2013 deutlich mit lediglich 20,2 Prozent, wird aber wieder über die Landesliste Baden-Württemberg ins Parlament einziehen. Lothar Riebsamen, bisher krankenhauspolitischer Sprecher der CDU, gewann den Wahlkreis Bodensee mit einem Stimmenanteil von 41,4 Prozent. Rudolf Henke (CDU), neben seinem Bundestagsmandat Vorsitzender der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, reüssierte gegen die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) im Wahlkreis Aachen I mit 33,7 zu 32,5 Prozent.

Erwin Rüddel (CDU), der in der vergangenen Legislaturperiode vor allem wegen seines Widerstands gegen die Reform der Pflegeberufe für Schlagzeilen sorgte, gewann seinen Wahlkreis Neuwied mit 43,2 zu 28,6 Prozent. Auch sein Mitstreiter in diesem Punkt, Erich Irlstorfer (CSU), zuständig für den Bereich Pflegeberufe, gewann seinen Wahlkreis Freising. Karin Maag, bisher zuständig für den Bereich ärztliche Versorgung, Vertragsarztrecht und medizinische Versorgungszentren (MVZ), gewann ihr Direktmandat ebenfalls. Katja Leikert (CDU), zuständig für Telematik in ihrer Fraktion, siegte in Hanau, Roy Kühne (CDU), verantwortlich für Heil- und Hilfsmittel, in Goslar und Tino Sorge (CDU) in Magdeburg.

In der SPD-Fraktion werden über ihre Landeslisten folgende Mitglieder im bisherigen Bundestags-Gesundheitsausschuss wieder einziehen: Martina Stamm-Fibich, Heike Baehrens und Sabine Dittmar. Bärbel Bas (SPD) gewann Wahlkreis Duisburg I, Dirk Heidenblut (SPD) Essen II. Mechthild Rawert (SPD), eine der profiliertesten Kämpfer für die generalistische Pflegeausbildung, verlor erneut ihren Wahlkreis Berlin-Tempelhof und kommt nicht mehr über die Landesliste in den Bundestag.

Bei den Grünen hatten eine Reihe von Gesundheitspolitikern nicht wieder kandidiert, so etwa die pflegepolitische Sprecherin Elisabeth Scharfenberg oder Harald Terpe. Die Partei veröffentlichte am Montagmorgen via Twitter bereits eine Liste mit ihren künftigen Mandatsträgerin. Demnach ist Maria Klein-Schmeink wieder im neuen Parlament vertreten, ebenso wie die Gesundheitspolitikerin Kordula Schulz-Asche. Die Grünen schnitten bei der Wahl mit 8,9 Prozent besser ab als erwartet.

Bei der Partei Die Linke gelang dem gesundheitspolitischen Sprecher Harald Weinberg der Wiedereinzug über die Landesliste Bayern. Über die Landesliste Niedersachsen konnte seine Fraktionskollegin Pia-Beate Zimmermann wieder in den Bundestag einziehen. Kathrin Vogler kommt erneut über die Landesliste Nordrhein-Westfalen ins Parlament. 

Autor

Dr. Stephan Balling

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