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Personalkongress in Hannover

Verdi kündigt weitere Proteste an

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Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) fordert von der Gewerkschaft Verdi ein Ende der Proteste an Krankenhäusern. Für die VKA sei das Thema Verbesserung der Arbeitsbedingungen auf der Bundesebene angesiedelt, erklärte Dirk Tenzer, Vorsitzender des Gruppenausschusses für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen der VKA, gestern auf dem Personalkongress der KlinikRente in Hannover. Zudem sprach sich Tenzer dagegen aus, Personalschlüssel und -vorgaben in Tarifverträgen festzuschreiben. „Mit den Gewerkschaften eint uns, dass wir etwas für die Pflege tun wollen“, bekräftigte er. Das sei jedoch nur möglich, wenn die Politik dies auch finanziere. Den Gewerkschaften warf er vor, „mit ihrem Vorgehen Klinikschließungen zu beschleunigen“. 

Verdi will jedoch in den kommenden Wochen weitere Aktionen für eine Verbesserung der Situation von Krankenhausbeschäftigten organisieren, bekräftigte Sylvia Bühler, Mitglied des Bundesvorstandes und zuständig für Gesundheitspolitik, auf dem Personalkongress. Zugleich wolle Verdi die Entlastung des Krankenhauspersonals zum Thema der tarifvertraglichen Auseinandersetzung machen. Da es keine bundeseinheitliche Regelung zur Personalentlastung gebe, seien die einzelnen Kliniken für das Thema verantwortlich, sagte Bühler. 

DKG-Geschäftsführer Bernd Metzinger warf Verdi in einer Wortmeldung vor, durch ihre Forderung nicht mehr Pflegestellen, sondern „mehr offene Stellen“ zu schaffen. Verdi betreibe „eine Demontage der Pflege“, so Metzinger mit Blick auf eine aktuelle Imagekampagne der Gewerkschaft zu den Pflegeberufen. Diese sollte sofort beendet werden. Bühler betonte, dass es Verdi um eine Verbesserung von Arbeitsbedingungen gehe. Dass die Bundeskanzlerin im Wahlkampf Verbesserungen für die Pflege angekündigt habe, sei zu begrüßen. „Wir werden sie daran erinnern“, so Bühler. 

In einer heute versendeten Pressemitteilung ruft Verdi die Beschäftigten der Charité erneut zum Streik ab Montag, den 2. Oktober 2017 auf. Hintergrund sind die  Verhandlungen über den Tarifvertrages für Gesundheitsschutz (TV- GS). Aus Sicht der Gewerkschaft "muss der Druck erhöht werden, um entsprechende Bewegung auf der Arbeitgeberseite zu erzeugen".

Autor

 Florian Albert

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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