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E-Health

Politik soll virtuelle Arztsitze erlauben

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Ärzten und Therapeuten sollte die Möglichkeit gegeben werden, ihre Patienten mit virtuellen Arztsitzen ausschließlich über Online-Sprechstunden oder Chats zu versorgen. Dies fordert Markus Müschenich, Vorstand des Bundesverbandes Internetmedizin und Managing Partner von Flying Health, in der neuen Ausgabe von f&w führen und wirtschaften im Krankenhaus. „Die fortschreitende Digitalisierung wird über den Einsatz von Sensoren, Programmen zur Mustererkennung und mithilfe von Expertensystemen die qualitätsgesicherte Versorgung von Patienten ohne einen physischen Arztkontakt ermöglichen“, sagt Müschenich. So könnten beispielsweise Ärzte, die auf seltene Erkrankungen spezialisiert sind, Patienten versorgen, die sonst nie den Weg zu ihnen gefunden hätten. Allerdings zweifelt er daran, dass dieser Umbruch mit den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) auf Landesebene möglich ist. Daher plädiert er für ein „ein digitales und nationales Globalbudget“. Zugleich sollten die KVen verpflichtet werden, einen Anteil von mindestens 20 Prozent der Leistungen digital erbringen zu lassen, fordert der ehemalige Vorstand der Sana-Kliniken. Von den jährlich erbrachten 600 Millionen analogen Arztkontakten wären demnach 120 Millionen online zu erbringen. „Dies ließe sich mittels eines eigenen Digitalbudgets umsetzen, das ausschließlich zur Vergütung digitaler und telemedizinischer Leistungen genutzt werden darf“, so Müschenich.

Die Einführung virtueller Arztsitze ist nur einer von 20 konkreten Reformvorschlägen, die Experten den Parteien für die Koalitionsverhandlungen unterbreiten, damit E-Health in Deutschland endlich der Durchbruch gelingt. Alle Regeln, die abgeschafft bzw. neu geschaffen werden sollten, finden Sie auf unserer Sonderseite "20 Reformen - Deutschlands E-Health-Agenda 2017". 

Autor

 Florian Albert

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