250
Passwort vergessen

Digitalisierung im Gesundheitswesen

BMG: Patientenakte für jeden Versicherten bis 2021

  • News des Tages

Nach den Vorstellungen des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) soll bis Ende 2021 jeder gesetzlich Versicherte über eine einrichtungsübergreifende elektronische Patientenakte (ePA) verfügen. Das sagte der Leiter der Grundsatzabteilung des BMG, Oliver Schenk, am Mittwoch bei einer Veranstaltung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), berichtet die Ärztezeitung. Im E-Health-Gesetz ist festgelegt worden, dass bis Ende 2018 die Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen, dass Daten der Patienten aus bereits vorhandenen Anwendungen und Dokumentationen bereitgestellt werden können. Auf dieser Grundlage können Anbieter dann die ePA entwickeln. Diese sollen nach den Vorstellungen des BMG im ersten Schritt die Basisdaten bereitstellen sowie die Voraussetzungen für die Speicherung von elektronischen Arztbriefen und die Verwaltung des Medikationsplans bieten. Später könnten dann weitere Informationen wie Impf- und Mutterpass aufgenommen werden.

Derzeit arbeitet neben der Techniker Krankenkasse auch die AOK an einer elektronischen Patientenakte. Auch der Verband der Universitätsklinika (VUD) und der Medizinische Fakultätentag (MFT) haben angekündigt, eine eigene ePA zu entwickeln. Mit Blick auf die rechtlichen Fragen gibt es aus Sicht zahlreicher Akteure im Gesundheitswesen noch Änderungsbedarf, wie die aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift f&w zeigt. So hatte etwa der NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) im Sommer gefordert, dass Patienten jederzeit ein Leserecht für ihre eigenen Daten haben sollten. „Die Beschränkung des Datenzugangs für Patienten durch das Zwei-Schlüssel-Prinzip muss aus dem Gesetz (§ 291a Abs. 5 und 5a SGB V) gestrichen werden“, so Laumann. Bisher sieht das Gesetz vor, dass ein Heilberufeausweis nötig ist für den Zugriff auf die Daten der eGK.

Die bessere Förderung von elektronischen Patientenakten ist nur einer von 20 konkreten Reformvorschlägen, die Experten den Parteien für die Koalitionsverhandlungen unterbreiten, damit E-Health in Deutschland endlich der Durchbruch gelingt. Alle Regeln, die abgeschafft bzw. neu geschaffen werden sollten, finden Sie auf unserer Sonderseite "20 Reformen - Deutschlands E-Health-Agenda 2017". 

Autor

 Hendrik Bensch

Zur Übersicht

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche

Unsere Zeitschriften

f&w

Pflege und Krankenhausrecht

Empfehlung der Redaktion

Patientenservice soll im Krankenhaus das auffangen, wofür Pflege und Ärzte oft keine Zeit haben. Die Pflegedirektorin der Uniklinik Köln, Vera Lux, begründet, warum diese Angebote so wichtig sind.

Meinung: Orientierungswert

Orientierungswert von Wulf-Dietrich Leber

Freibier für die Pflege

  • Orientierungswerte

Orientierungswert von Andreas Beivers

Klartext statt Management by Ping-Pong

  • News des Tages

Orientierungswert von Susanne Müller

Lippenbekenntnis Kooperation?

  • News des Tages

Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich