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Weltkongress der Psychiatrie

Bessere Vorbeugung psychischer Störungen gefordert

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300 Millionen Menschen leiden weltweit an Depressionen, 47 Millionen sind an Demenz erkrankt und 21 Millionen von Schizophrenie betroffen. Darauf haben die Organisatoren des Weltkongresses der Psychiatrie im Vorfeld der Veranstaltung in Berlin aufmerksam gemacht. Allein in Deutschland erkrankten 17,8 Millionen Menschen pro Jahr an einer psychischen Störung, erklärte Arno Deister, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde  (DGPPN). Depressionen, Angststörungen, Demenz und andere psychische Störungen verursachten direkte Kosten von 44 Milliarden Euro. „Psychische Erkrankungen sind Volkskrankheiten“, so Deister.

Zwar hätten sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Behandlung im Krankenhaus in der jüngsten Zeit verbessert, so der DGPPN-Präsident. In der ambulanten Versorgung würden die Fächer der „sprechenden Medizin“ aber noch „massiv vernachlässigt“. Unter anderem sei künftig eine bessere Vorbeugung notwendig. Durch vorbeugende Eingriffe könnten etwa bei Depressionen die Neuerkrankungsraten um bis zu 50 Prozent gesenkt werden.

Peter Falkai, Mitglied im Vorstand der DGPPN, sieht unter anderem bei Früherkennungszentren Aufholbedarf. Zwar gebe es mittlerweile bei Gedächtnisambulanzen flächendeckende Strukturen. Ausgewiesene Früherkennungszentren für andere schwere psychische Erkrankungen gebe es jedoch lediglich etwa 10 bis 15 in Deutschland. „Das ist natürlich nichts gemessen daran, wie viele psychisch Erkrankte wir haben“, so Falkai. In Zukunft müsse es flächendeckend Zentren zur Früherkennung geben.

Gemeinsam mit der DGPPN lädt die World Psychiatric Association (WPA) bis zum 12. Oktober zum Weltkongress der Psychiatrie nach Berlin. Rund 10.000 Teilnehmer aus 130 Nationen werden erwartet.

Autor

 Hendrik Bensch

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