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Medtech-Industrie

Jobmotor gerät ins Stottern

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In der Medizinprodukte-Industrie sinkt die Bereitschaft, neue Jobs zu schaffen – und zwar deutlich. Dies geht aus der aktuellen Umfrage des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) hervor, die heute in Berlin vorgestellt wird. Gaben 2016 noch 66 Prozent der Unternehmen an, im folgenden Jahr neue Arbeitsplätze schaffen zu wollen, sind dies 2017 nur noch 44 Prozent. Zwölf Prozent der Firmen wollen sogar Arbeitsplätze abbauen. 72 Prozent der Unternehmen gaben an, 2017 mit einem Wachstum des Umsatzes in Deutschland zu rechnen, 2016 waren es noch 82 Prozent. Eine Stagnation erwarten nun 16 Prozent, vier mal mehr als 2016.

Auf den Weltmärkten versprechen sich die Firmen mehr Erfolge: Hier erwarten nach wie vor mehr als 83 Prozent ein Umsatzplus. Immerhin zwölf Prozent gehen nun von einer Stagnation aus (nach drei Prozent 2016). Dafür erwarten auf den Weltmärkten nur noch fünf Prozent einen Umsatzrückgang (nach zehn Prozent 2016). Die Branche beschäftigt laut BVMed in Deutschland 210.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Gesamtumsatz von 29,2 Milliarden Euro bei einer Exportquote von 64 Prozent.

Zu schaffen macht der Industrie vor allem die wachsende Regulierung, insbesondere die Medizinprodukterdirektive auf EU-Ebene (MDR). 65 Prozent sehen darin ein Hemmnis für die Medtech-Entwicklung in Deutschland, 63 Prozent verweisen insbesondere auf die Pflicht zu umfassenden klinischen Daten durch die MDR. Immerhin 62 Prozent sehen einen „Preisdruck durch Krankenhaus-Einkaufsgemeinschaften“. Wichtigste Forderung: Die Bewertungsverfahren für neue Medizinprodukte sollen nach dem Wunsch der Medtech-Unternehmen kürzer werden. 49 Prozent fordern dies. 42 Prozent verlangen eine aktive Beteiligung der Industrie an den Prozessen im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). 

Autor

Dr. Stephan Balling

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