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Donau-Ries Kliniken

Eine Million Euro für neue Pflegekräfte

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Der Verwaltungsrat des gemeinsamen Kommunalunternehmens (gKU) Donau-Ries Kliniken und Seniorenheime hat beschlossen, in diesem und im kommenden Jahr eine Million Euro für neues Pflegepersonal zur Verfügung zu stellen. Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, sollen dadurch 20 zusätzliche Stellen in den drei Kreiskliniken geschaffen werden. Darüber hinaus soll sich künftig in den Kliniken die Zahl der Patienten, die aufgenommen werden, danach richten, wie viele Mitarbeiter auf den Stationen verfügbar sind. Dazu sollen die Wahlleistungen gegebenenfalls nach hinten verschoben werden, heißt es in dem Medienbericht.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat unterdessen begrüßt, dass das Thema Pflege anscheinend eine hervorgehobene Rolle in den Koalitionsgesprächen spielen soll. „Dabei muss es vor allen Dingen darum gehen, dem sich verstärkenden Fachkräftemangel im Bereich der Pflege entgegenzuwirken und die Attraktivität der Pflegeberufe weiter zu stärken", erklärte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum.

Aus Sicht der DKG sollten die Verhandlungspartner in den kommenden Gesprächen fünf Themen für eine bessere Pflege abarbeiten. Zum einen solle der Anrechnungsschlüssel für Auszubildende gestrichen werden. Dieser legt fest, dass den Kliniken je 9,5 Auszubildenden eine Vollzeitstelle gekürzt wird. Zudem sollen künftig die tariflichen Personalkosten der Krankenhäuser über die Vergütungsanpassungen für die Leistungen der Krankenhäuser eins zu eins refinanziert werden. Die DKG warnte ferner vor „starren“ Personalanhaltszahlen in der Pflege. Eine „wesentliche Aufgabe“ der neuen Regierung sei es außerdem, das Anerkennungs- und Zulassungsverfahren für Pflegekräfte aus dem Ausland zu ändern. „Dies muss unbedingt und umgehend vereinfacht und bundeseinheitlich geregelt werden“, heißt es. Darüber hinaus müsse die „immer weiter ausgewucherte Dokumentationsbürokratie“ abgebaut werden. „Es kann nicht länger hingenommen werden, dass täglich drei Stunden wertvolle Pflegeleistungskraft für teilweise überflüssige Dokumentation aufgebracht werden muss“, so Baum.

Autor

 Hendrik Bensch

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