250
Passwort vergessen

Streit um mehr Pflegepersonal

Erneut Streiks in mehreren Bundesländern

  • News des Tages

Nach dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi sind gestern in zahlreichen Kliniken Beschäftigte in den Streik getreten. Betroffen sind nach Gewerkschaftsangaben die Kreiskliniken Günzburg-Krumbach, das Klinikum Augsburg, das Klinikum Frankfurt Höchst, die Universitätsklinik Düsseldorf sowie das Universitätsklinikum Gießen und Marburg. Erstmals beteiligen sich heute in Ottweiler auch Beschäftigte eines Krankenhauses in kirchlicher Trägerschaft an einem Streik.

Verdi will mit seinen Aktionen für einen „Tarifvertrag Entlastung“ an den einzelnen Kliniken streiken. Darüber hinaus versucht die Gewerkschaft, mit dem Streik Druck auf die Politik aufzubauen. „Bei den bevorstehenden Koalitionsverhandlungen müssen sich die künftigen Regierungsparteien der politischen Verantwortung für den Personalmangel stellen und ein Personalbemessungsgesetz auf den Weg bringen, erklärte der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske.

Kritisch zu dem Streik äußerte sich unter anderem der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD), Klaus Höffken. Bis September habe das UKD über 40 zusätzliche Vollkraftstellen im Pflegebereich aufgebaut. „Gerade vor diesem Hintergrund können wir die erneuten Vorwürfe der Gewerkschaft verdi nicht nachvollziehen“, erklärte Höffken in einer Pressemitteilung. Die UKD-Leitung kritisierte überdies, dass Verdi das Universitätsklinikum zu individuellen Tarifverhandlungen zwingen wolle, obwohl das Klinikum Mitglied im Arbeitgeberverband und somit in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) organisiert ist. In der Vergangenheit seien alle Tarifverhandlungen für das UKD mit Verdi stets mit der TdL geführt worden.

Die Geschäftsführung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) rief die Gewerkschaft erneut dazu auf, sich gemeinsam für bundesweite Personalmindeststandards einzusetzen. „Wir unterstützen die Initiative der Bundesregierung für einen allgemeinen Standard, lehnen aber eine 100 Millionen schwere Sonderregelung nur für unser UKGM eindeutig ab“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung des UKGM, Gunther K. Weiß.

Autor

 Hendrik Bensch

Zur Übersicht

Klinik-Newsletter abonnieren

Die wichtigsten News aus Krankenhäusern und der Gesundheitswirtschaft direkt in Ihr Postfach - täglich und kostenfrei!
Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich