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Gröhe am World Health Summit 2017

Im Widerspruch zu Donald Trump

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Vertreter der Bundesregierung haben zum Auftakt des jährlichen World Health Summit in Berlin die Bedeutung internationaler Gesundheitspolitik und multilateraler Institutionen wie der Weltgesundheitsinstitution WHO bekräftigt. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sagte am Sonntag in seiner Eröffnungsrede: „Globale Gesundheitspolitik ist zu einem Markenzeichen der internationalen Verantwortung unseres Landes geworden.“ Er verwies darauf, dass Deutschland seine finanziellen Beiträge etwa an die WHO „deutlich gesteigert“ habe.

Anna Babette Stier, im Bundesgesundheitsminsiterium (BMG) zuständig für europäische und internationale Gesundheitspolitik, sagte am Montag: „Auf der ganzen Welt spüren wir den Aufstieg von Nationalismus.“ In der transatlantischen Partnerschaft hinterfragten viele den Sinn multilateraler Institutionen. Auch seien nicht alle überzeugt, dass bei internationalen Treffen wie der G7 Gesundheitspolitik auf der Agenda stehen sollten. Doch es helfe nicht zu verneinen, dass die modernen Gesellschaften vernetzt seien und Probleme auch gemeinsam angehen müssten. Stier verwies auf die Initiative von Gesundheitsminister Gröhe, das Problem der Antibiotikaresistenzen auf die internationale Agenda zu setzen.

Besonders die US-Regierung in Washington hat in den zurückliegenden Monaten deutlich gemacht, dass sie multilaterale Ansätze kritisch sieht. US-Präsident Donald Trump warf wiederholt UN-Organisationen wie der WHO vor, ineffizient zu sein. Er will Amerikas Beiträge zu multilateralen Organisationen reduzieren. Zwar sprach kein Vertreter der Bundesregierung die US-Regierung direkt an. Aber im Gegensatz zu Washington bekennt sich Berlin zum globalen Ansatz. „Die WHO ist wichtiger als jemals zuvor“, stellte Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, klar. Die Kritik, die WHO sei nicht ausreichend transparent, sei nicht gerechtfertigt, wenn man genau hinschaue. Schütte bescheinigte ihr „einen hohen Grad an Effizienz“. Als Aufgaben globaler Gesundheitspolitik nannte auch Schütte das Thema Antibiotikaresistenzen. Nötig sei aber auch, bei ansteckenden Krankheiten schnell reagieren zu können. Der Staatssekretär verwies auf Ebola. „Wir müssen dafür sorgen, dass Impfstoffe schnell verfügbar sind.“

 

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Autor

Dr. Stephan Balling

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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