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Qualitätssicherung

Pathologen fordern Änderungen bei Obduktionsquote

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Der Bundesverband Deutscher Pathologen (BDP) und die Deutsche Gesellschaft für Pathologie (DGP) ktitisieren neue Regelungen zur Qualitätssicherung bei Obduktionen. Der GKV-Spitzenverband und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hatten zu diesem Thema einen Umsetzungsvertrag geschlossen. BDP und DGP bemängeln nun in einer gemeinsamen Pressemitteilung, dass die Vergütung zu niedrig und die Obduktionsquote zu hoch festgelegt worden sei.

Gemäß der Vereinbarung ist in diesem Jahr eine Obduktionsquote von 7,5 Prozent nötig, um einen Zuschlag zu erhalten. BDP und DGP halten diesen Wert für „völlig überhöht“. Bis zum Jahr 2019 soll die Quote auf 12,5 Prozent ansteigen. Derzeitig beträgt der durchschnittliche Wert in Deutschland nach Angaben der beiden Organisationen etwa vier Prozent. BDP und DGP fordern stattdessen „eine niedrige und nur allmählich steigende Obduktionsquote“. Dies würde auch gerade kleineren Krankenhäusern einen Zugang zu dieser Qualitätssicherung ermöglichen, heißt es in der Pressemitteilung.

Kritisch sehen BDP und DGP überdies, dass die neue Regelung zahlreiche Ausnahmen vorsehe. Nach ersten Schätzungen seien 50 bis 70 Prozent der Obduktionen von der Berechnung des Zuschlags ausgenommen. Dabei handelt es sich beispielsweise um die Untersuchung von Patienten mit neurodegenerativen Erkrankungen sowie um Fet-Obduktionen, die der Sicherung der Qualität der Versorgung von Schwangeren dienten. Zudem sei die Vergütung mit 750 Euro „sehr niedrig“. „Rechnet man die ausufernden bürokratischen Bestimmungen dazu, wird sehr schnell die Zahlungsvermeidungsstrategie des Spitzenverbandes der Kassen deutlich“, so der BDP und die DGP.

Autor

 Hendrik Bensch

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