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E-Health

Lockerung des Fernbehandlungsverbots gefordert

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Krankenkassen, aber auch Ärzte, plädieren für eine Lockerung des Fernbehandlungsverbots. „Allein mit der Begründung des Patientenschutzes ist ein striktes Verbot nicht mehr haltbar“, sagt Franz J. Bartmann, Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holsteins, in der Oktober-Ausgabe von f&w - führen und wirtschaften im Krankenhaus. Sollte sich der nächste Ärztetag nicht eindeutig für eine Umsetzung der Forderungen des diesjährigen Freiburger Ärztetages nach einer Öffnung des § 7 Abs. 4 der Berufsordnung aussprechen, werde Schleswig-Holstein, und vermutlich weitere Ärztekammern, regionale Lösungen anstreben, kündigt Bartmann an.

Die Techniker Krankenkasse (TK) fordert in f&w indes „eine gesetzliche Klarstellung zu sinnvollen Ausnahmetatbeständen für die Zulässigkeit medizinischer Fernbehandlungen“. Beispiele seien unter anderem die Triage und koordinierende Steuerung sowie individuelle medizinische Beratung und ausgewählte Behandlungsgebiete. Auch Markus Müschenich vom Bundesverband Internetmedizin und Flying Health Incubator sieht Handlungsbedarf. Er fordert, das in § 48 des Arzneimittelgesetzes festgelegte Fernverschreibungsverbot aufzuheben, ebenso eine Novellierung der Musterberufsordnung, um die Fernbehandlung grundsätzlich freizugeben. „Digital unterstützte Versorgung darf nicht mit der Diagnose enden, sondern muss darüber hinaus auch alle notwendigen Interventionen – also auch die Verschreibung von Medikamenten – unmittelbar ermöglichen“, erklärt Müschenich.

Die Lockerung des Fernbehandlungsverbots ist nur einer von 20 konkreten Reformvorschlägen, die Experten den Parteien für die Koalitionsverhandlungen unterbreiten, damit E-Health in Deutschland endlich der Durchbruch gelingt. Alle Regeln, die abgeschafft bzw. neu geschaffen werden sollten, finden Sie auf unserer Sonderseite "20 Reformen - Deutschlands E-Health-Agenda 2017".

Autor

 Florian Albert

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